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Mit
Nonchalance dem Tod begegnen
Der Tag der Toten in Mexiko
Mexikanische
Feste
Quelle:
www.reisebuch.de
Umfassendere Informationen zu den Festen und Mexiko finden Sie bei www.mexiko.reisebuch.de
Charreadas
Charreadas sind mexikanische Reiterspiele, ähnlich wie US-amerikanische
Rodeos, nur viel schöner, ein echt mexikanisches Erlebnis. Charreadas
gehen auf die Zeiten der großen Haciendas zurück und waren
ursprünglich Wettbewerbe der vaqueros, der mexikanischen "Cowboys",
die Reitkunststücke vorführten und klassische Arbeiten einer
Ranch zeigten. Bei einer Charreada sieht man viele rassige Pferde, stolze
Männer in traditioneller traje de charro (enge schwarze Hosen mit
seitlichen Silberknöpfen, spitze Stiefel, Rüschenhemd, breitkrempige
Sombreros) und elegante adelitas, Frauen in kostbaren Charro-Kostümen.
Charreadas finden in fast jeder größeren mexikanischen Stadt
statt, besonders im Hochland und im nordwestlichen Mexiko (Jalisco, Guadalajara).
Immer am Sonntagvormittag in speziellen Arenen, in den lienzos charros
(oder auch in Stierkampfarenen). Fragen Sie im Turismo nach.
Corrida de toros
Die Spanier brachten den Stierkampf mit ins Land, Städte haben Arenen
(plaza de toros), die größte der Welt ist in Mexiko-Stadt.
Hauptsaison ist von November bis März, meist am Sonntagnachmittag
um 16 Uhr (das einzig pünktliche in Mexiko). Auch in Mexiko gibt
es Bestrebungen eines Verbots des Stierkampfs.
Jai
alai
Auch frontón genannt, die mexikanische Form des baskisch-spanischen
pelota-Spiels, des schnellsten Ballspiels der Welt. Dabei wird ein kleiner
Ball mit bananenförmigen Körben (cestas) gegen eine Wand geschleudert
und wieder aufgefangen. Das rechteckige Spielfeld ist auf drei Seiten
von hohen Mauern umgeben. Die Spielhallen heißen frontón,
auf den Spielausgang kann gewettet werden.
Lucha
libre
Lucha libre ist catchen auf mexikanisch. Einmalige, verrückte Gladiatoren-Schauspiele,
mehr Volkstheater für den kleinen Mann als sportlicher Ringkampf.
Die Catcher tragen Kostüme aus der Comic-Strip-Monsterwelt: glitzernde
Kapuzenanzüge (ähnlich wie Batman) die das Gute und das Böse
symbolisieren. Es sind abgekartete Schaukämpfe bei denen die Rivalen
- auch Trios und Frauen - nur so durch den Ring fliegen, frenetisch angefeuert
durch rasende Zuschauer.
Pelea
de gallos
sind Hahnenkämpfe, noch auf dem Land anzutreffen. An die Beine der
Kampfhähne werden scharfe Stahlklingen gebunden. Auf den Sieger werden
Wetten abgeschlossen. Ein Männervergnügen, doch wie der Stierkampf
nichts für Tierfreunde.
Piñata
Die piñata ist Mexikos beliebtestes Kinderspiel. Dabei muß
eine buntbemalte, fantasievolle Pappmaché-Figur (meist ein Stern
oder ein Fabeltier), die mit Süßigkeiten und Spielzeug gefüllt
ist und an einem Seil herabhängt, von einem Kind mit verbundenen
Augen und einem Stock zerschlagen werden. Dann fällt der Segen zu
Boden und alle umstehenden Kinder stürzen sich darauf. Manchmal nimmt
man zum Zerschlagen auch ein bunt umhülltes Tongefäß.
Posadas
In der Adventszeit finden in Mexiko zwischen dem 16. und 24. Dezember
stimmungsvolle Hausfeste statt, zu denen man Familienmitglieder, Freunde
und Nachbarn einlädt. Es wird gesungen, es gibt ponche (Punsch, ein
Früchtegetränk) und tamales und für die Kinder piñatas
(s.o.). Posadas gehen auf die Herbergssuche von Maria und Josef für
die Geburt ihres Kindes zurück (posada "Herberge"). Mancherorts
kann man noch Erwachsene und Kinder als peregrinos (Pilger) abends durch
die Straßen ziehen sehen, die pastorelas (Hirtenlieder) singen und
bei Familien eine "Bleibe" für die Nacht suchen. Die "Wirtsleute"
spendieren dann ein Essen. Am letzten Abend verkleiden sich alle Kinder
und das Jesuskind wird von einem Mädchen, der madrina, zur Kirche
getragen.
Día
de los Muertos
Das bedeutendste Fest Mexikos ist, neben dem Tag der Jungfrau von Guadalupe
am 12. Dezember, am 1. November der landesweite Día de los Muertos,
der Tag der Toten. Kein Trauertag, sondern ein Tag der liebevollen Erinnerung
an die Verstorbenen. Denn in der Nacht von 1. auf 2. November, so wird
geglaubt, besuchen die Seelen der Verstorbenen die Lebenden (die Toten
wachen aus dem Jenseits über ihre Familienmitglieder). Ein halb mystischer,
halb religiöser Brauch, der je nach Region und ob Stadt oder Land
auf verschiedene Weise gefeiert wird.
Familien stellen für die Verstorbenen blumengeschmückte Hausaltäre
auf, mit ihren Bildern und ehemaligen Lieblingsspeisen. In der Nacht machen
sich die Angehörigen auf zum Friedhof, wo die Gräber mit taquetes
(gelben Ringelblumen) geschmückt sind und nehmen ofrendas (Gaben),
Getränke und Speisen mit. Hunderte Kerzen flackern, man hört
die Leute schwatzen und scherzen, es wird gesungen und gebetet und musiziert,
und mit Tequila kann die Feier auch zu einem Gelage ausarten.
Quelle:
www.reisebuch.de
Umfassendere Informationen zu den Festen und Mexiko finden Sie bei www.mexiko.reisebuch.de
www.omex.de
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