Geschichte
Emiliano Zapata
Pancho Villa
Zeittafel

 

Pancho Villa

1872 als Sohn eines verschuldeten Landarbeiters in Durango geboren, tötete er im jugendlichen Altern einen Gutsverwalter und floh in die Berge. Dort führte ehr das Leben eines herumstreunenden Viehdiebs, konnte weder lesen noch schreiben, war dafür jedoch ein besonders verwegener Reitersmann. Mit seinem unwiderstehlich heißblütigen Charisma scharte er nach kurzer Zeit eine Gruppe Gleichgesinnter um sich, die als negative Helden der "Wegwerfklasse" ihren präpolitischen Protest als "Rächer" (vengadores) der Armen und Besitzlosen in Raub- und Beutezügen gegen die Schicht der Großgrundbesitzer ausdrückten.

1910 schlossen sich der meistgesuchte Bandit Mexikos und seine Komplizen der Rebellion im Norden Mexikos an. Villas erster großer taktischer Coup war die Einnahme von Ciudad Juárez Anfang 1911.

1912 verurteilte die neue Regierung Villa zu lebenslanger Kerkerhaft, aus der er nach wenigen Monaten über die Grenze in die USA fliehen konnte. Nach seiner Rückkehr vereinigte er unter sich die aus mehreren tausend Viehtreibern und Kuhhirten, Bergarbeitern, landlosen Campesinos und Banditen bestehende Reiterarmee "División del Norte". Nachdem diese den Kampf gegen Huertas Regierungstruppen aufgenommen hatte, überfiel sie Militär- und Versorgungszüge, war alsbald militärisch vorzüglichst ausgestattet und rückte entlang der strategisch wichtigen Eisenbahnlinien nach Süden in Richtung Mexiko-Stadt vor.

Ohne eigenes sozialpolitisches Programm verteilte Villa unterwegs beschlagnahmte Landgüter sowie erbeutete und konfiszierte Sachwerte unter die mittellosen Bauern.

 

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