Geschichte
Emiliano Zapata
Pancho Villa
Zeittafel

 

In der Vorkolonialzeit gab es bedeutende Hochkulturen in Mexiko, u.a. Olmeken in Südostmexiko (1. Jahrtausend vor Chr.), Teotihuacan (Pyramiden nahe Mexiko-Stadt, Blütezeit: 600 n.Chr.), Mayas (Chichen Itzá, Palenque, Blütezeit: 600 n.Chr.), Azteken (seit 1300).

1325 Gründung von Tenochtitlan (heute Mexiko-Stadt) durch die Azteken
1519 - 1521 Unterwerfung der Azteken durch die spanischen Konquistadoren (Hernán Cortés), Beginn der 300-jährigen spanischen Kolonialherrschaft
1803 - 1804 Mexikoreise Alexander von Humboldts
1821 Erringung der Unabhängigkeit
1849 Nach dem Krieg mit den USA zwangsweise Abtretung der Hälfte des mexikanischen Staatsgebietes (Texas, Neu-Mexiko, Arizona, Kalifornien, Utah, Nevada und Teile von Colorado).
1861 - 1872 Präsidentschaft von Benito Juárez, dessen von liberalen Reformen geprägte Amtszeit durch die bewaffnete Intervention Frankreichs (Vorwand: Eintreibung von Auslandsschulden) unterbrochen wird. Der von Napoleon III zum Kaiser von Mexiko eingesetzte Erzherzog Maximilian von Österreich unterliegt im Kampf gegen Juárez und wird 1867 erschossen.
1877 - 1911 Unter der Diktatur des Präsidenten Porfirio Díaz beginnende Industrialisierung des Landes mit ausländischen, besonders amerikanischen und britischen Investitionen
1910 - 1921 Bürgerkrieg mit Sieg einer von Bauern (Emiliano Zapata und Pancho Villa), Arbeitern und progressiven bürgerlichen Kräften getragenen Revolution, die Ende der 20er Jahre in die "institutionalisierte Revolution" überleitet.
1917 Verabschiedung der noch heute gültigen Verfassung
1929 Gründung der revolutionären Staatspartei, die seit 1946 den Namen PRI (Partido Revolucionario Institucional) trägt
1938 Verstaatlichung der ausländischen Ölgesellschaften unter Präsident Lázaro Cárdenas
1942 Kriegseintritt Mexikos (im Ersten Weltkrieg neutral) auf der Seite der Alliierten nach Versenkung von zwei mexikanischen Tankern durch deutsche U-Boote im Golf von Mexiko
1968 Blutige Niederschlagung von Studentenunruhen (Tlatelolco) im Vorfeld der Olympischen Spiele
1985 19. September: Erdbeben zerstört große Teile des Zentrums von Mexiko-Stadt
1988 Wirtschaftliche Öffnung und Liberalisierung unter Präsident Salinas
1994 Freihandelsabkommen mit USA und Kanada (NAFTA), Aufstand im südlichen Bundesstaat Chiapas (EZLN), Währungskrise (ab Dezember)
1995 Ansätze zu innenpolitischen Reformen unter Präsident Zedillo: Trennung von Partei und Regierung, Unabhängigkeit der Justiz, Föderalisierung; tiefe Wirtschaftskrise
1996 Wirtschaftliche Wiederbelebung, prinzipielle Einigung mit EZLN über Rechte der indigenen Minderheit (Verträge von San Andrés), Wahlrechtsreform u.a. mit Autonomie des Wahlamtes
1997 Bei den Bundeskongresswahlen am 06.07.97 verliert die PRI die absolute Mehrheit im Abgeordnetenhaus, bei erstmaliger Direktwahl das Bürgermeisteramt in Mexiko-Stadt und bei Wahlen in 6 Bundesländern 2 Gouverneursposten. Herausbildung eines Mehrparteiensystems.
Juli 2000 Bei Präsidentschaftswahlen gewinnt mit Vicente Fox Quesada (PAN) erstmals ein Kandidat der Opposition
Dez. 2000 Amtsantritt von Vicente Fox, Vereidigung der neuen Regierung

 

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