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Mayas
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Um 300 n. Chr. begannen die Maya, die im Gebiet um Petén lebten, Stenmonumente, so genannte Stelen, zu errichten, auf denen sie die Leistungen ihrer Könige verzeichneten und wichtiger Ereignisse gedachten. Viele dieser Stelen blieben erhalten, überwuchert von der Vegetation des Regenwaldes. Die Archäologen konnten ihre Inschriften entschlüsseln, die in einer Bilderschrift abgefasst sind. Daraus ging hervor, dass sich die Stadtstaaten der Maya, wie Tikal und Palenque, praktisch ständig bekriegten. Kriege waren nötig, um Gefangene für die Menschenopfer zu machen. Ihr Götterglaube verlangte es, an bestimmten Tagen oder zu Ereignissen wie der Bestattung eines Königs Menschenopfer darzubringen. Die Opfer wurden gefoltert, bevor man ihnen das Herz herausschnitt. Auch die Maya-Könige mussten sich schmerzhaften Ritualen unterziehen; so wurden ihre Zungen mit dem Stachel eines Rochens durchbohrt, damit sie sich mit den Geistern der Ahnen verständigen konnten. Die Maya besaßen einen sehr genauen Kalender, der auf präzisen astronomischen Beobachtungen beruhte, und sie schrieben Bücher, die sie mit Bildern verzierten. Kriege und Hungersnöte, die wahrscheinlich durch eine zu starke Nutzung des Bodens entstanden, führten nach 800 zum raschen Verfall und zur Entvölkerung der Maya-Städte im Tiefland. Die Städte des Hochlandes konnten sich länger halten und wurden erst Ende des 16. Jahrhunderts von den Spaniern unterworfen.
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v.Chr.: ca. 5 000 v. Chr.: ca. 4 000 v. Chr.:
Die Zivilisation der Maya breitete sich über die heutigen Bundesstaaten Mexikos aus, welche Chiapas, Tabasco, Campeche, Yucatan und Quintana Roo sind, ganz Guatemala, ganz Belize und die westlichen Teile von Honduras und El Salvador. Dieses Gebiet lässt sich geographisch in drei grundverschiedene Regionen gliedern:
Die mittlere Zone (zentrales Tiefland) wurde zum eigentlichen Kernland der Mayakultur mit großen Flüssen und üppigen Regenwaldgebieten. Die großen Flüsse garantierten die Wasserversorgung und der Regenwald bat reichlich Nahrung sowohl in tierischer als auch in pflanzlicher Art. Die südliche Zone (Hochland- und Küstenregion des Pazifik) einerseits mit hohen Bergen und kühlem Klima, wo es im Gegensatz zum Tiefland beträchtlich kalt werden kann und der sehr heißen Pazifikküste. Diese unterschiedlichen klimatischen Bedingungen beeinflussten die Maya in ihrer Lebensweise, Kleidung, Kunst, Architektur und sozialem Leben auf vielfach verschiedene Weise. Die Grundlagen der Maya-Hochkultur bildeten sich in der mittleren Zone heraus, wo die Maya aufgrund der vielen großen Flüsse und des Regenwaldes alle zum Ueberleben nötigen Voraussetzungen vorfanden. Die erste Einteilung in zeitliche Abschnitte beginnt ab 1500 v. Chr. Vorklassische Periode (1 500 v.Chr. - 250 n. Chr.) Frühes Vorklassikum
(1 500 - 900 v.Chr.): Mittleres Vorklassikum
(900 - 300 v.Chr.): Spätes Vorklassikum
(300 v. - 200 n.Chr.): Die Klassik (250 n. Chr. - 900 n. Chr.) In der klassischen
Periode fand die Mayakultur in den grandiosen Stadtstaaten von Tikal,
Calakmul, Palenque, Copan und vielen anderen zu Es kommt zu einer sprunghaften Vermehrung der Königreiche und Entwicklung in allen Teilbereichen des Lebens. Die Forschung in den Wissenschaften wird vorangetrieben und führt kontinuierlich zu neuen Erkenntnissen. Es kommt zu weiteren sozialen Differenzierungen und Fortschritten bei handwerklichen Techniken und Formen.
Über das gesamte Gebiet und sogar darüber hinaus mit anderen Stämmen wird zwischen den Stadtstaaten zu Land und zu Wasser ein ausgedehnter Handel getrieben. Besonders begehrt sind Jade, Obsidian, bestimmte Vogelfedern und Tierfelle. Die Welt der Maya ist im 8. Jahrhundert nach Christus an ihrem Höhepunkt angelangt! Im 9. Jahrhundert werden alle Stadtstaaten im zentralen Tiefland aus bis heute ungeklärten Gründen verlassen. Verschiedene Theorien gehen auf erhöhte Kriegführung unter den einzelnen Stadtstaaten ein oder auf den Verlust des Obrigkeitsglaubens an den allmächtigen Gottkönig. Postklassik (900 - 1492 n. Chr.) Nach dem Zusammenbruch
der klassischen Mayakultur (das letzte Monument des Maya-Kerngebietes
mit Datierung wurde 909 n. Chr. in Tonina aufgestellt) bekommen die Zentren
des nördlichen Tieflandes großen Zulauf an Menschen und gewinnen
so beträchtlich an Macht und Einfluss. Uxmal und Chichen Itza sind
zunächst die dominierenden Stadtstaaten der Postklassik. In der ersten
Hälfte des 15. Jahrhunderts wird Chichen Itza von Mayapan, wodurch
die Yucatan-Halbinsel in verschiedene kleine Kaziken zerfällt. Es
gibt keine absolute Großmacht mehr. Nach dem Untergang Chichen Itzas
wird Tulum der wichtigste Handelshafen und besteht bis zur Ankunft der
Spanier im Jahre1492. Nach und nach wird das gesamte Mayaland unterjocht.
Ihre endgültige Unterwerfung wird allgemein auf das Jahr 1541 datiert,
doch eine Untergruppe der Itza-Maya, Religion Nach dem Glauben der Maya gliederte sich der Kosmos in drei Bereiche. Zuoberst das Himmelsgewölbe, das aus dreizehn verschiedenen Schichten bestand, jede Schicht repräsentiert durch eine Gottheit, in der obersten Schicht das Ur-Paar, die höchste Dualität, der Ursprung aller Gitter und Menschen. Dann folgt die Erde mit seinen indianischen Bewohnern und zuunterst die Welt Xibalbas, wo die Ahnen weiterlebten. Xibalba ist eine Art Parallelwelt zur Erde, nicht mit unserer Hölle zu verwechseln. Alle Bereiche bedingten
einander. Das, was sich unter den Bewohnern Xibalbas abspielte, beeinflusste
die diesseitige Welt, brachte Gesundheit Die Welt selbst stellt sich nach Ansicht der Maya als runde Oberfläche dar, die auf dem Rücken eines gigantischen Krokodils gelegen ist, denn dieser weist Unmengen an Erhebungen und Vertiefungen auf, gleichzusetzen mit den Gebirgen und Tälern der Erde. Jede Himmelsrichtung wurde mit einer Farbe assoziiert, der Osten mit der Farbe rot, die den Sonnenaufgang widerspiegelt, die Geburt des Tages, den Beginn des Lebens, somit die höchstrangigste Weltgegend. Dem Norden wurde die Farbe weiß zugeordnet und dem Süden gelb. Helle Farben, die das Tageslicht symbolisieren. Der Westen, wo die Sonne verschwand und den Menschen in Dunkelheit zurückließ, bekam die Farbe schwarz, gleichzusetzen mit dem Tod des Tages. Das Zentrum mit den zwei Farben blau und grün bezeugt die Wichtigkeit des alltäglichen Lebens mit den Einflüssen des immergrünen Dschungels, des Himmels und des lebensnotwendigen Wassers. Im geographischen Zentrum wuchs eine enorme Ceiba (Kapokbaum), heiliger Baum der Maya. Er symbolisierte eine Art Weltachse, indem er in allen drei Stufen und sämtlichen Schichten zugleich existierte. Sein Stamm befand sich in der Welt der Menschen, seine Wurzeln reichten hinab in die Unterwelt von Xibalba und seine Wipfel durchzogen die Schichten des Himmelsgewölbes. An den vier Himmelrichtungen befand sich jeweils ein kleiner Baum, in dem eine Vogelart der jeweiligen Farbe der Himmelsrichtung lebte und natürlich wurde jede Himmelsrichtung von einer Gottheit bewohnt. Architektur Die religiöse
Monumentalarchitektur der Maya entwickelte sich ausschließlich aus
dem System des "Mayabogens", eines Kraggewölbes, dessen
zwei parallele Mauern ab einer bestimmten Höhe beginnen vorzukragen.
So werden beide Wände kontinuierlich zum Zentrum des zu überdeckenden
Raumes geführt, bis die verbleibende Spanne so gering geworden ist,
da_ man sie mit einer einzigen Steinlage schließen kann. Doch diese
ausschließliche Benutzung des Hohlbaus aus zwei überkragenden
Mauern warf im weiteren große Probleme auf, denn man kann mit diesem
System lediglich eine maximale Innenraumbreite von drei Metern erreichen.
Die Flexibilität der Anordnung und Größe des Innenraumes
1.: die Monumentalität
wird durch die riesigen, massigen Volumen der Pyramidentempel hervorgerufen,
die die Plätze auf denen sich das begeisterte Volk befand, dominierten.
Ein Pyramidentempel ist grundsätzlich unterteilt in drei Teile, zunächst
der pyramidale Unterbau, der das eigentliche Heiligtum, den Tempel trägt.
Auf diesen ist die cresteria, der sogenannte Dachkamm aufgesetzt. Die
Pyramidentempel besitzen einen charakteristischen vertikalen Zug, sie
streben in die Höhe, in Richtung Himmelsgewölbe zu den Göttern.
Dieser vertikale Zug wird durch die aufeinandergesetzten Absätze
der Pyramide hervorgerufen, die sich nach oben verjüngen und mit
ihrem Spiel von vorspringenden und zurückgesetzten Ebenen nach oben
tendieren, durch eine steile Treppe ohne Balustraden und den besonders
geeigneten Abschluss, den 2.: auf das Äußere der Pyramidentempel wurde äußerste Wertschätzung gelegt. Monumentale Masken flankieren Treppen und Tempel, Wandmalereien und kompliziert skulptierte Mosaikfassaden werden eingearbeitet. Große, breite Friese schließen die Tempel nach oben hin ab, die Vorderseiten der cresterias werden künstlerisch bearbeitet. Die Eingänge werden mit feingeschnitzten Türstürzen versehen. Von diesen Dekorationen ist heutzutage leider nicht mehr viel zu sehen, denn die Überwucherung durch den Dschungel und die Witterung hat solche freiliegenden Details natürlich weitestgehend zerstört. Einen annähernden Eindruck der Kunst gibt die cresteria von Tempel 2 in Tikal. Die sichtbaren Reste fein gearbeiteter Ohren an den Seiten und einiger Verzierungen im Zentrum lassen darauf schließen, da_ die gesamte cresteria als eine riesige Maske ausmodelliert war. Die Reste von durchbrochenem Ornament am oberen Ende der cresteria lassen vermuten, da_ wenigstens ein Viertel der Höhe fehlt. Somit hätte die Höhe im ursprünglichen Zustand um die zehn Meter betragen. An diesem Aufwand an Dekoration wird auch klar, welche Symbolkraft die Tempel besessen haben müssen. Als Huldigung an die Gitter waren sie für den gewöhnlichen Maya ein unnahbarerer Reliquienschrein, der sich während der Zeremonien in geheimnisvolle Weihrauch-copal-Wolken hüllte und die Phantasie über die Geschehnisse im mystischen Universum anregte. 3.: der Kult der Maya fand grundsätzlich im Freien statt. Die Maya liebten es, die Tempel um riesige Plätze zu gruppieren. Während der Zeremonien (Opferungen, Aderlass) hielt sich das Volk auf den großen Plätzen, zu Füssen der riesigen Tempel auf und verfolgte die Durchführung der Rituale und Beschwörungen der Priester und Könige. Großzügige Straßen, sicher mit zeremonieller Bedeutung, verbinden die wichtigsten architektonischen Komplexe. Diese langen, breiten Straßen, die auf die Plätze und Tempel zuführen, dramatisieren die ganze Situation noch zusätzlich. Das eigene Volk, aber auch auswärtige Händler und Reisende werden dadurch beeindruckt. Ein weiteres Merkmal
der Maya-Architektur sind die großen Akropolen, bei denen Größenordnungen
von mehreren hundert Quadratmetern keine Seltenheit sind. Auf ihnen wurden
entweder Tempel oder Paläste errichtet. Wurden Tempel auf ihnen gebaut,
so war es zu Ehren hochgestellter Verstorbener, deren Gräber sie
bedecken sollten. Diese Tempel wurden im Laufe der Jahrhunderte mehrfach
überbaut, weil man meinte die religiöse Kraft dieser "heiligen
Berge" würde sich damit verstärken. Hierbei wurde der zu
überbauende Tempel vorher rituell getötet, indem man in seinem
Inneren eine Stele aufstellte und diese durch Zerkratzen oder Abbrennen
zeremoniell sterben ließ. Nun konnte der alte Tempel abgerissen
oder überbaut werden und seine Energie in den neuen Tempel übergehen.
Im zweiten Fall wurden auf einer solchen Plattform sogenannte Paläste Die hier beschriebene
Architektur bezieht sich hauptsächlich auf die Tikal-Region, das
heutige Peten. Je nach der Region und der Epoche trifft man auf bestimmte
Variationen in der Konstruktion der Mayabauten. Zu Beginn haben wir die Einteilung der Welt der Maya in 3 große Teile betrachtet. Nun gibt es eine weitere Unterteilung in 15 verschiedene Regionen: Jede einzelne dieser
Regionen begrenzt gleichzeitig ein geographisches Gebiet als auch einen
architektonischen Stil innerhalb der Mayaarchitektur,
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