Blumenkriege
Im Glauben der Azteken hatten sich die Götter einst selbst geopfert, um die Sonne, den Mond und die Menschen zu erschaffen. Als Gegenleistung verlangten sie, mit dem Blut und den Herzen von Menschen verehrt und ernährt zu werden. Aus diesem Grunde spielten Menschenopfer bei den Azteken eine wichtige Rolle.
Um genügend Nachschub an Menschenopfer zu besitzen, führten die Azteken "xochiyaoyotl", die sogenannten "Blumenkriege" durch. Ziel dieser Kriege bestand nicht in der Landeroberung oder die Feinde zu töten, sondern allein darin Gefangene zu machen. Gefangene, die für die Opferung in Tenochtitlán bestimmt waren. Um die Feinde nicht zu töten, wurde mit Holzkeulen, die den Gegner nur lähmen sollten, gekämpft und die Krieger trugen farbenprächtige Prunkgewänder. Bei Kriegen, wo es um den Tod des Feindes ging, wurde an diesen Holzkeulen eine Obsidianklinge angebracht.
Da für die rituellen Opferungen der Azteken ständig Nachschub an Menschenopfer bestand, wurden sogar in Friedenszeiten "Blumenkriege" (xochiyaoyotl) vereinbart. Bei diesen durchgeführten Blumenkriege bestand der einzige Zweck darin, den Mut und das Können der Kämpfer auf die Probe zu stellen und gleichzeitig die Versorgung mit Menschenopfer zu sichern.
Blumenkriege fanden jeweils immer zu bestimmten Zeiten statt. Niemals jedoch während der Aussaat, der Ernte oder bei Nacht.
Entstehung
Es wird vermutet, dass Blumenkriege das erste mal nach der großen Hungersnot im Jahre 145 eingeführt wurden. Man wollte damit die Götter bei Laune halten und künftiges Leid abwenden.
Ursprung des Namens
Blumen symbolisierten für die Azteken menschliches Blut. Aus diesem Grunde nannten sie die Schlachtfelder auch "Blumenwiese".
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