Clavadistas

Clavadistas nennt man die Klippenspringer, die in Acapulco von einem ca. 40 m hohen Felsvorsprung, der „La Quebrada“, kopfüber in eine ca. 7 m breite Spalte ins Meer springen. Das Wasser in der Bucht ist nur ca. 4 m tief und gesäumt von Felsspitzen, die aus dem Meer herausragen. Nachdem die Springer einen günstigen Augenblick der Brandung abgewartet haben, stürzen sie sich kopfüber, mit dem sogenannten „Schwanensprung“ oder mit einem „Todessalto rückwärts“ die Klippe herab. In der Regel ist die Show so aufgebaut, dass sich die Springer zuerst einzeln, dann zu zweit und zum Schluss zu dritt in die Bucht stürzen. Am Abend benutzen die Springer brennende Fackeln, mit denen sie ins Meer springen. Verletzungen, wie zum Beispiel Knochenbrüche und Schürfwunden zählen mit zum Risiko dieser „Clavadistas“. Mittlerweile zählt das Klippenspringen zu einem anerkannten Beruf in Mexiko und zieht immer wieder wagemutige Jugendliche aus dem ganzen Land an.
Die mehrmals täglich aufgeführten Sprünge können gut von einer gegenüberliegenden Terrasse oder vom Restaurant aus beobachtet werden. Der Eintritt kostet 12 US-Dollar und die Preise erhöhen sich um ca. 50 Prozent im Restaurant während der Sprünge.
Geschichte
Bevor die Clavadistas als Touristenattraktion entdeckt wurden, zählten die Klippensprünge in der „Todesschlucht“ zum normalen Alltag der Fischer. Es war üblich, wenn sich die Angelschnüre der Fischer in den Klippen verfangen hatten, dass die Jugendlichen von den Klippen in die Tiefe sprangen, um diese Angelschnüre zu lösen. Zuerst waren es nur niedrige Höhen. Da jedoch jeder Fischerjunge beweisen wollte, dass er mutiger war als alle anderen, wurden die Absprünge von den Klippen immer höher. Aus diesen Mutproben und dem damit verbundenen Imponiergehabe für die weiblichen Zuschauer entwickelten sich im Laufe der Zeit die berühmten „Clavadistas“.