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Cristeros

Movimiento Cristero. Religiös motivierter, bewaffneter Aufstand in Zentralmexiko 1926-1929.

Die "Cristeros"-Rebellion katholischer Untergrundkämpfer hat ihren Ursprung in der revolutionären Verfassung von 1917. Die entzog sämtlichen Religionsgemeinschaften den rechtlichen Status. Die radikalen, antiklerikalen Bestimmungen wurden zunächst aber nicht durchgeführt.

Erst 1924 begann die Regierung von Plutarco Elias Calles, entsprechende Gesetze zu formulieren und provozierte damit einen Kulturkampf. 1926 setzte der Congreso de la Unión die Bestimmungen auch per Gesetz um ("Ley Calles"). Die katholische Kirchenhierarchie reagierte mit Schließung der Kirchen, dann wirtschaftlichen Boykottmaßnahmen, die aber nicht den gewünschten Erfolg brachten. Bewaffnete Zusammenstöße zwischen katholischen Demonstranten und der Polizei radikalisierten im August 1926 beide Seiten: Insbesondere im Bajío, Jalisco und Michoacán erhoben sich um die Jahreswende 1926/1927 Aufständische. Im Namen des "Viva Cristo Rey" ("Lang lebe Christus, der König") führten sie einen zählebigen Guerillakrieg, den die Regierungstruppen nicht unterbinden konnten. Der Krieg forderte rund 100.000 Opfer, auch an der Zivilbevölkerung.

Im Verlauf des Jahres 1929 flaute der Aufstand ab, nachdem sich Regierung und Kirche auf stillschweigende Duldung der Zustände vor 1924 eingerichtet hatten, wenngleich die antiklerikalen Verfassungsbestimmungen in Kraft blieben. Die sogenannten "Arreglos" bestimmten, dass der einstige Kirchenbesitz weiterhin in staatlicher Hand verblieb, die Kirche aber faktisch die Kontrolle über die Einrichtungen (und damit auch über die Kirchen) ausüben durfte. Die Kirche sprach seitdem rund 30 durch Regierungstruppen und -anhänger getötete Priester und Laien zu Märtyrern, zuletzt 2005 in Guadalajara. Verfassungsreformen schwächten 1988 die antiklerikalischen Bestimmungen ab.

Der Cristeros-Krieg hat sich auch in der Literatur niedergeschlagen, etwa in Juan Rulfos "El llano en llamas".

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