Dieser Artikel im Mexiko-Portal basiert auf einem Artikel aus dem Mexiko-Lexikon oder der Mexico-Community. Er ist hier mit Werbung versehen, um die Kosten der Projekte decken zu können. Besuchen Sie bitte diese Seiten, Sie finden neue und umstrukturierte Artikel sowie ein aktives Forum. Mit besten Grüßen Oliver Koch

Das neunzehnte Jahrhundert (Zeittafel)

Siehe auch: Geschichte | Zeittafel

Das neunzehnte Jahrhundert

  • 1822 - Erstes Kaiserreich: Agustín de Iturbide proklamiert sich zum Kaiser Agustin I.
  • 1823 - Sturz Iturbides, Ausrufung der Republik. Die mittelamerikanischen Provinzen (ausgenommen Chiapas, welches formell 1824 annektiert wird) lösen sich wieder von Mexiko. Guadalupe Victoria wird 1824 erster Staatspräsident des Landes. In Uruapan wird Kaffee angepflanzt, 1847 folgt der Anbau in Chiapas.
  • 1827 - Spanischer Rückeroberungsversuch in der Schlacht von Tampico vereitelt. In der Folgezeit erhebliche politische Spannungen im Innern, wiederholte Aufstände und Militärputsche. Schillerndste Figur ist der mehrfache Staatspräsident General Antonio de Santa Ana.
  • 1831 - Präsident Vicente Guerrero wird gestürzt und hingerichtet.
  • 1833-35 - Santa Ana erstmals Präsident des Landes.
  • 1835 - Aufstände gegen Santa Anas Zentralismus. Die mehrheitlich durch englischsprachige Siedler bewohnte Provinz Texas gewinnt dabei die Unabhängigkeit.
  • 1838 - Guerra de los Pasteles, „Kuchenkrieg“: Frankreich besetzt vorübergehend die Hafenstadt Veracruz.
  • 1845-1848 - Krieg zwischen Mexiko und den USA. Mexiko muss nach seiner Niederlage die Gebiete nördlich des Río Grande, Kalifornien (und endgültig Texas) an die USA abtreten.
  • 1847-1901 - Guerra de las Castas, „Kastenkrieg“ zwischen aufständischen Mayabauern und der weißen Oberschicht auf der Halbinsel Yucatán. Die Rebellen unterwerfen zunächst fast die gesamte Halbinsel, ziehen sich jedoch im Mai 1848 vor Mérida und Campeche wieder zurück. In der Folgezeit Erfolge der Weißen, die Maya-Rebellen können jedoch ihr Rückzugsgebiet, den unwegsamen Osten der Halbinsel, mittels Guerillaaktionen über Jahrzehnte hinweg verteidigen.
  • 1849 - Der Historiker und Politiker Lucas Alamán veröffentlicht den ersten Band der "Historia de México", frühes Standardwerk zur mexikanischen Geschichte.
  • 1852 - Rückkehr von General Santa Ana aus dem Exil. Monarchisch-diktatorische Herrschaft.
  • 1853 - Der Tod von Außenminister Lucas Alamán beraubt Santa Ana seiner wichtigsten politischen Stütze.
  • 1855 - Sturz des Diktators Santa Ana, der endgültig ins dauerhafte Exil gehen muss. In der Folgezeit erbitterte Auseinandersetzungen zwischen Liberalen und Konservativen um die Staatsführung.
  • 1857 - Eine liberale Verfassung geht den Konservativen zu weit, Bürgerkrieg bricht aus, Präsident Benito Juárez flieht aus der Hauptstadt und reagiert mit der Nationalisierung der Kirchengüter.
  • 1859 - Sieg von Benito Juárez. Enteignung und Verkauf von Kirchenbesitz, Einstellung des Schuldendiensts an die ausländischen Gläubiger.
  • 1862-1867 - Französische Besetzung Mexikos mit anfänglicher Unterstützung durch England und Spanien. Vorgeblich will Frankreichs Kaiser Napoleon III. das Land zur Schuldentilgung zwingen, tatsächlich glaubt der Franzose in Mexiko ein neues Kolonialreich aufbauen zu können. Ein erster Vorstoß wird 1862 bei Puebla vereitelt, 1863 aber Eroberung von Mexiko-Stadt. Präsident Juárez setzt den Widerstand gegen die Franzosen von Nordmexiko aus jedoch fort.
  • 1864 - Der österreichische Erzherzog Maximilian wird Kaiser von Mexiko unter dem Schutz der französischen Armee. Gewisse Unterstützung durch mexikanische Konservative und aus dem Volk. Radikalisierung des Krieges.
  • 1867 - Abzug der Franzosen, Hinrichtung Maximilians. Juárez kehrt auf den Präsidentenstuhl zurück.
  • 1871 - Tod von Juárez. Nachfolger Sebastián Lerdo de Tejada wird 1876 durch einen Aufstand von General Porfirio Díaz gestürzt.
  • 1873 - Eröffnung der ersten Eisenbahnlinie von Mexiko-Stadt nach Veracruz.
  • 1877-1911 - Porfiriato: Díaz regiert mit diktatorischen Vollmachten unter Beachtung formaler Regeln (regelmäßige „Wiederwahl“): „Ausverkauf“ des Landes an ausländische Investoren, aber wirtschaftliche Erschließung und Ausbau (Eisenbahnnetz).
  • 1893 - Großbritannien sichert Mexiko die Einstellung des Waffenverkaufs an die aufständischen Maya auf der Halbinsel Yucatán zu.
  • 1901 - Ende des allerletzten Widerstands der aufständischen Maya-Bauern auf der Halbinsel Yucatán durch die Einnahme von Chan Santa Cruz. Beginn der Erdölförderung in Mexiko.
  • 1902 - Das frühere Maya-Rebellengebiet im Osten der Halbinsel Yucatán wird zum Bundesterritorium Quintana Roo zusammengefasst (1974 Erhebung zum Bundesstaat).
  • 1908 - Der Großgrundbesitzer Francisco Madero veröffentlicht eine Streitschrift gegen die erneute Wiederwahl von Porfirio Díaz.
  • 1909 - Der langjährige Gouverneur des Bundesstaates Nuevo León und eine der Säulen der Diktatur, General Bernardo Reyes, geht freiwillig ins Ausland und zerstört damit die Hoffnungen seiner Anhänger auf seine mögliche Kandidatur bei den kommenden Präsidentschaftswahlen.
  • 1910 - Das mexikanische Eisenbahnnetz ist etwa 20.000 Kilometer lang. Francisco Madero eine Partei der Nicht-Wiederwahl und stellt sich selbst als Gegenkandidat auf, er wird verhaftet. Die Präsidentschaftswahlen ergeben einen erneuten Sieg für Präsident Díaz.

Chronik: Vorhispanisches Zeitalter | Kolonialzeit | Unabhängigkeitskrieg | Das neunzehnte Jahrhundert | Mexikanische Revolution | Obregón und Cárdenas | Herrschaft des PRI | Jüngste Gegenwart seit 2000 | Jahreschronik 2006