Dominikaner
Die Dominikaner (nach dem Heiligen Domingo de Guzmán), offiziell der "Orden der Prediger", bekannt aber auch als „Domini canes“ (Spürhunde des Herrn), sind ein katholischer Predigerorden aus dem 13.Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert waren die Dominikaner im kolonialen Mexiko Verwalter der Inquisition und hatten die Wiedereingliederung von Ketzern zum Ziel. In ihren Reihen finden sich aber auch engagierte Verfechter der indigenen Bevölkerung. Zu den bekanntesten Dominikanern auf mexikanischem Boden gehört Fray Bartolomé de las Casas.
Die ersten Dominikaner (in Mexiko "Dominicos" genannt) erreichten Mexiko am 19.Juni 1526. Sie errichteten rasch erste Klöster und Kirchen. Die größten entstanden in Oaxaca, Mexiko-Stadt und Puebla. Bereits 1532 wurde die Ordensprovinz "Santiago de México" proklamiert, an ihrer Spitze stand ein "Prior Provincial". Der Orden suchte die Nähe zur indigenen Bevölkerung zwecks Bekehrung zum Christentum, vermittelte der Bevölkerung aber auch landwirtschaftliche Kenntnisse.
1592 wurde eine neue Ordensprovinz mit Oaxaca als Zentrum gegründet. 1656 folgte die Provinz von Puebla. Im 17.Jahrhundert weitete der Orden seine Tätigkeit nach Nordmexiko aus, insbesondere in die dünnbesiedelte Sierra Gorda und Baja California. Der Einfluss des Dominikaner-Orden schwand aber in der Folgezeit, erst neue Mitglieder aus Spanien hauchten der Bruderschaft Anfang des 20.Jahrhunderts neues Leben ein. Heutzutage verfügt der Orden über 20 Klöster in ganz Mexiko, sechs davon in Mexiko-Stadt und zwei in Puebla.
Die heutigen Einrichtungen der Ordensprovinz von Santiago, mit der das mexikanische Territorium gemeint ist, unterstehen einem "Gobierno Provincial" und einem "Consejo de la Provincia". Der Sitz ist im Konvent von San Alberto Magno in Copilco in Mexiko-Stadt.
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