Dzibilchaltún
Dzibilchaltún, was soviel heißt wie "Ort, wo es Inschriften auf den Steinen gibt“ oder „wo es Inschriften auf flachen Steinen gibt“ , befindet sich ca. 15 Minuten von Mérida entfernt und ist eine der ältesten und größten Mayastätten. Man vermutet, das zur Blütezeit von Dzibilchaltún dort ca. 40.000 Menschen lebten. Bei der Ankunft der Spanier war Dzibilchaltún noch bewohnt.
Geschichte
Dzibilchaltún, das von ca. 500 v. Chr. bis hin bis zur spanischen Eroberung um 1540 n.Chr. bevölkert war, umfasste ursprünglich etwa 16 km² mit rund 8.000 Gebäude. Restauriert wurden jedoch bis heute nur 3 km². Die Restaurierung gestaltet sich schwierig, da nach der spanischen Eroberung die Steine der Bauten von Dzibilchaltún dazu verwendet wurden, um Kirchen und Häuser in Mérida zu bauen. Noch im Jahre 1932 wurden die Steine aus Dzibilchaltún für den Straßenbau benutzt.
Die Ausgrabungsstätte
Sehenswert in Dzibilchaltún sind:
- Der “Tempel der Sieben Puppen” (Casa de las Siete Muñecas). Zur Tag-und Nachtgleiche (Equinoccio) kann man dort ein beeindruckendes Schauspiel beobachten. An diesem Tag erscheint bei Sonnenaufgang, zwischen den Pforten des Tempels, der Sonnengott "KinichAhau" im Strahlenkranz der Sonne. Durch dieses Phänomen wird der neue Lebensabschnitt angekündigt bzw. der Zeitpunkt für die Aussaat oder Ernte.
- Innerhalb der Anlage befinden sich zwölf Sacbés von 15 m Breite und bis zu 1 km. lang.
- Die Masken des Regengottes Chaac an vielen der Bauwerke und Tempeln
- Der Cenote Xlacah (was soviel heißt wie "alte Leute" ). Der Cenote ist einer der tiefsten (40 Meter) von Yucatán und man fand viele bedeutende Opfergegenstände in ihm. In dem Cenote leben heute vom Aussterben bedrohte Fische.
- Das kleine Museum (Museo de las Mayas) mit lokalen Fundstücken.
- Der Dzibilchaltún angeschlossene ökologischen Nationalpark (539.43 Hektar).
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