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El Alamo

El Alamo in San Antonio de Béjar
El Alamo in San Antonio de Béjar

Im US-Bundesstaat Texas, Ruinen einer Missionssiedlung in San Antonio de Béjar in der einstigen kolonialspanisch-mexikanischen Provinz Tejas.

El Álamo, eine 1795 aufgelöste Missionssiedlung anderen Namens, war ab 1800 spanischer, dann mexikanischer Militärstützpunkt unter eben diesem Namen. Es ist das Symbol des Widerstands der texanischen Siedler in ihrem Kampf gegen Mexiko: Texas war jahrhundertelang zwar eine Provinz des Vizekönigreichs Neu-Spanien gewesen, praktisch aber nie besiedelt worden. Erste Ansiedlungen scheiterten am Widerstand hiesiger Indígenas und dem Desinteresse der mexikanischen Bevölkerung. Insofern erlaubte Mexiko nach 1821 die Ansiedlung englischsprachiger Siedler, die die Hoheit Mexikos nicht in Frage stellen durften. Um 1835 hatten die anglostämmigen Siedler jedoch die wenige spanischsprachige Bevölkerung zahlenmäßig weit überrundet und strebten nach Autonomie. Den Anlass hierzu lieferte ein Autoputsch des mexikanischen Präsidenten Lopez de Santa Ana 1835, mit dem regionale Autonomierechte aufgehoben wurden. Texas folgte anderen mexikanischen Regionen wie Zacatecas in den Aufstand, Rebellen eroberten das Alamo-Fort im November 1835. Zugleich tendierten die Siedler aber zur völligen Unabhängigkeit, die schließlich im März 1836 proklamiert wurde.

Santa Ana organisierte derweil eine Expeditionsarmee mit über 6.000 Soldaten. In El Álamo hatten sich zweihundert texanische Rebellen verschanzt, um die heranrückende Armee aufzuhalten. Die Widerständler hielten im Februar 1836 dreizehn Tage durch, ehe sie fast vollständig im Kampf starben. Der nach militärischen Maßstäben sinnlose Widerstand, insbesondere aber die Hinrichtung der überlebenden Rebellen nach dem mexikanischen Sieg, schürte den Kampfeswillen der Texaner, die mit dem Slogan "Remember The Alamo" den Aufstand fortsetzten, bis sie Santa Ana im April 1836 bei San Jacinto eine entscheidende Niederlage zufügen konnten. In Mexiko hingegen spielte der Sieg von Álamo nur eine untergeordnete Rolle. Das Land akzeptierte auch erst 1847 den Verlust von Texas.

Die US-Filmindustrie verfilmte die Geschichte der Belagerung gleich zweimal: 1960 mit John Wayne, 2003 mit Bob Thornton. In der letzteren, in Deutschland nur auf DVD angebotenen Fassung, übernahm der mexikanische Schauspieler Emilio Echevarría (u.a. "Amores Perros", "Y "Tu Mamá tambien") die Rolle von Santa Ana.