Emiliano Zapata (Person)
Revolutionsführer, geb. 8.8.1879 San Miguel de Anenecuilco, Morelos, gest, 10.4.1919 Chinameca bei Cuernavaca, Morelos.
Emiliano Zapata Salazar, Bauernführer aus dem Bundesstaat Morelos, hatte sich schon vor 1910 für die Rechte der Landbevölkerung seiner Umgebung engagiert. Im März 1911 schloss er sich der Aufstandsbewegung von Francisco Madero gegen den Diktator Porfirio Díaz an. Unter Zapata bildete die Landbevölkerung von Morelos eine schlagkräftige Guerillaarmee, die sich im Laufe der mexikanischen Revolution und derer wechselnden Machtbündnisse trotz einiger Niederlagen behaupten konnte. 1914 besetzten die "Zapatistas" zusammen mit den Truppen von Pancho Villa zeitweilig Mexiko-Stadt.
Die Vision des Revolutionärs bestand in der Verteilung der Großländereien des Bundesstaates an die land- und rechtlosen Bauern. Sein Motto "Tierra y Libertad" wurde zum Schlagwort der Landbevölkerung. Schon Ende 1911 proklamierte er den "Plan de Ayala", mit der seine Forderungen festhielt und der ihn in Gegnerschaft zu den Revolutionsführern um Madero, später auch Carranza bringen sollte.
Nach dem Zusammenbruch seiner Anticarranzistischen Allianz mit Pancho Villa zog sich Zapatas Armee 1915 nach Morelos zurück, verblieb dort aber als "Unruheherd". Zapata wurde 1919 auf Anordnung der Revolutionsregierung von Venustiano Carranza in einen Hinterhalt gelockt und ermordet. Sein Grab liegt in Cuatla im Osten des Bundesstaates Morelos. Seine Anhänger gaben 1920 den bewaffneten Kampf nach dem Sturz von Carranza auf.
Unter Berufung auf Zapata und seine Ideale begann die EZLN (Ejército Zapatista de Liberación Nacional) am 1.1.1994 ihren Aufstand im Bundesstaat Chiapas.
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