Emilio Chuayffet Chemor
Politiker und früherer Gouverneur und Innenminister, geb. 1951 Mexiko-Stadt
Emilio Chuayffet Chemor studierte an der UNAM Rechtswissenschaften. An der Universität war er bis 1987 als Dozent tätig.
Politisch aktiv ist Chuayffet seit 1969 in der PRI aktiv. Er wirkte zeitweilig im Bundesarbeitsministerium (1974-76), dann in der Verwaltung des Bundesdistriktes, ehe er 1982 zum Bürgermeister von Toluca gewählt wurde. 1983-1987 war er Erziehungs- und Kulturminister des Estado de México, 1987-89 Innenminister. Nach Stationen als Direktor der Procuraduría Federal del Consumidor und Instituto Federal Electoral gewann er 1993 die Gouverneurswahlen des Estado de México.
1995 ernannte ihn Staatspräsident Ernesto Zedillo Ponce de León zum Bundesinnenminister (Secretario de Gobernación), nachdem sein Vorgänger aufgrund des Massakers von Aguas Blancas zurücktreten musste. Ein weiteres Massaker, diesmal in Acteal, zwang jedoch auch Chuayffet zum Rücktritt, nachdem eine Verwicklung staatlicher Stellen in das Massaker der Paramilitärs erkennbar wurde und der Innenminister tagelang diese Verwicklung und Vorkenntnis des Verbrechens verneinte.
2003 wurde Chuayffet wieder in die Abgeordnetenkammer als Vertreter für den Estado de México gewählt. Am 3.12.2003 wählten ihn die Abgeordneten des PRI zum Fraktionschef der PRI, der damit die Rivalin Elba Esther Gordillo ablöste. Anfang April 2006 kündigte er seinen Rücktritt an, um für einen Senatorensitz zu kandidieren.