Dieser Artikel im Mexiko-Portal basiert auf einem Artikel aus dem Mexiko-Lexikon oder der Mexico-Community. Er ist hier mit Werbung versehen, um die Kosten der Projekte decken zu können. Besuchen Sie bitte diese Seiten, Sie finden neue und umstrukturierte Artikel sowie ein aktives Forum. Mit besten Grüßen Oliver Koch

Francisco Toledo

Francisco Toledo

Künstler, geboren 17.07.1940 in Juchitán, lebt seit 1992 in Oaxaca.

Toledo ist einer der interessantesten zeitgenössischen Maler. Octavio Paz meinte einmal über ihn: „Sein Werk ist Produkt einer Fantasie, in der das Wunderbare eine logische Notwendigkeit ist.“ Toledo, der ungeheuer produktiv ist, wird auch als direkter Nachkomme von Rufino Tamayo bezeichnet, wie dieser ist auch er nicht frei von europäischen Einflüssen. Bereits im Alter von 19 Jahren stellte er seine Kunst in Mexiko und den USA in Einzelausstellungen aus.

Seine Ausbildung begann im "Taller Libre de Grabado" (Freie Gravurwerkstatt) der Schule für Zeichnen und Kunsthandwerk des Nationalinstituts der schönen Künste (Instituto Nacional de Bellas Artes) in Mexiko-Stadt. Von 1960 bis 1965 studierte er in Paris und arbeitete u.a. bei einem der bekanntesten Drucker, Stanley William Hayter. Damals orientierte er sich stark an Dubuffet und Klee, die Wirkung blieb jedoch im Nachhinein oberflächlich. Das, was am meisten für Toledo zählt, ist die vielfältige, indianische Kultur seines Heimatstaates Oaxaca, kombiniert mit den Mythen und Legenden der Mayas. Dies ergibt eine typisch mexikanische, äußerst dekorative Kunst. Er lebte und arbeitete mehrere Jahre in New York, Paris und Barcelona, wo er als Maler, Plastiker und Litograph arbeitete.

Seit 1987 lebt er wieder in seiner Heimat, seit 1992 in Oaxaca, wo er u.a. mehrere Institutionen gründete, darunter das „Museo de Arte Contemporáno de Oaxaca", das “Instituto de Artes Graficas de Oaxaca” (viele der 9000 Werke, darunter Dix und Picasso, stammen aus seiner eigenen Sammlung), die “Ediciones Oaxaca” und ein Fotografie-Zentrum, benannt nach dem berühmten mexikanischen Fotografen Manuel Alvarez Bravo. In seiner Heimat setzt er sich für die Erhaltung der regionalen Kultur und damit der indigenen vehement ein sowie dem Schutz des historischen Zentrums der Stadt. Im Jahr 2002 führte er beispielsweise eine Kampagne gegen die Ansiedlung einer internationalen Fast-Food-Kette am Zocalo von Oaxaca an.

Toledo wurde im September 2005 mit dem Ehrenpreis des Alternativen Nobelpreises geehrt. Begründet wurde dies mit dem oben erklärten Einsatz des Künstlers zur Erhaltung des architektonischen und kulturellen Erbes von Oaxaca.

Einige seiner Werke

Torero Verde (1964), Avion con vaca, Saltimbanqui, Autoretrato: Nr. 64 - 74 (1965), Hombre con Muerto (1967), Venado con zapatos, Hombre con manos de madera (1970), Mujer atacada con peces (1972), Mani Xiula (1973), Cerdo, Mujer enmascarada (1974), Sapo, Chapulin (1980), Sin titulo (1981), Peces (1982), Juaréz y los soldatios de Plomo (1984), Juaréz buscando el zanate de oro (1985), Juaréz embrujado, Foto de família, La patría llora (1986), Máquina de coser X, El profesor de lenguas, Los del ronco pecho, El encuentro (1987), El de la lengua pegajosa (1988), La muerte de un mono (1989), Chrutli – Viejo diablo suizo (1990), Juaréz montado en el sapo calzado, Mi mamá me mima (1994), Sapo y cacodrilo, Mujer y pescado (nicht datiert).

Ehrungen

2003 Federico Sescosse-Preis 2005 Alternativer Nobelpreis