Gloria Trevi

From Mexiko-Lexikon

Jump to: navigation, search

Rockmusik-Sängerin, geb. 15.02.1970 Monterrey

Gloria de los Angeles Treviño Ruíz, auch genannt "La Trevi", war die "Madonna" der mexikanischen Popmusik der neunziger Jahre - in Musik und selbstbewussten, freizügigen Auftritten. Die Sängerin wurde mit ihren provokativen Texten und Aussagen eine Art Vorkämpferin des Feminismus im Showbusiness. Doch ihre musikalische Karriere wurde Mitte der neunziger Jahre durch den Verdacht des Missbrauchs Minderjähriger innerhalb ihrer Gruppe zerstört: Die Ex-Frau von Trevis Manager Sergio Andrade bezichtigte ihren einstigen Mann zweifelhafter Sexgeschäfte und Missbrauch an. In der Folgezeit häuften sich entsprechende Aussagen von Bandmitgliederinnen, schließlich flüchteten Trevi und Andrade 1997 ins Ausland. In Brasilien landeten beide aber 1999 in jahrelange Untersuchungshaft. Im Gefängnis gebar Trevi einen Sohn von Andrade. Im Dezember 2002 schließlich wurde die Sängerin nach Mexiko ausgeliefert, aber im September 2004 in einem Gerichtsprozess wegen Mangels an Beweisen oder Hinweisen auf eine Mitschuld für unschuldig erklärt und freigelassen - Andrade hingegen für schuldig befunden. Nach ihrer Freilassung wurde ein Comeback der Sängerin 2005 wegen einer erneuten Schwangerschaft vorerst abgebrochen.

Diskographie

1989 hatte Trevi mit Hilfe von Andrade ihr erstes Album "Y que hago yo aqui" veröffentlicht und damit sofortigen Erfolg erzielt. 1991 erzielte sie mit Angel de la guardia und der Auskoppelung "Pelo suelto" einen noch größeren Hit. 1993 folgte das dritte und lange Zeit letzte Album "Me siento tan sola". Zusätzlich trat Trevi in zwei Musikfilmen auf. Nach ihrer Haft veröffentlichte Trevi noch 2004 ein neues Album namens "Como nace el universo". Für 2006 ist eine Hits-Compilation namens "Trayectoria" angekündigt.

Links

Persönliche Werkzeuge