Grupo Modelo
From Mexiko-Lexikon
Grupo Modelo ist Mexikos größter Bierbrauer-Konzern.
Die Cervecería Modelo wurde 1922 in Mexiko-Stadt durch Braulio Iriarte, einem 1913 emigrierten Mühlenbesitzer aus dem spanischen Baskenland, gegründet. Weitere Besitzanteile hielten seine Neffen Agustín Jáuregui Iriarte und José Larregui Iriarte.
Ursprungsmarken sind "Corona" und "Modelo". Recht schnell kristallisierte sich Pablo Diez Fernández (geb. Vegaquemada, Spanien, 1884. Gest. 1972 Mexiko-Stadt) als Führungskraft im Verwaltungsrat der Firma heraus. 1930 stieg Diez zum Generaldirektor des Unternehmens auf. Er kaufte zusammen mit Martón Oyamburu 1932 die Anteile der Familie Iriarte am Konzern auf. 1936 kaufte Díez auch die Anteile von Oyamburu auf. Die Jáureguis hielten ihr Aktienpaket aber aufrecht.
Die Brauerei stieg schnell zu einem der führenden Bieranbieter in Mexiko auf, litt aber ebenso unter der Weltwirtschaftskrise wie andere Unternehmen. 1935 übernahm Modelo die Brauerei "Toluca y México" und damit Mexikos älteste Biermarke namens "Victoria". Den Durchbruch erlebte das Unternehmen aber im Zweiten Weltkrieg, als es sich anders als die Mitbewerber auf den nationalen Markt konzentrierte und dort Marktanteile erweiterte. 1956 dominierte Modelo 31 Prozent des mexikanischen Biermarkts, an die Spitze trat Félix Aramburuzabala Lazcano-Iturburu. 2002 betrug der nationale Anteil 62,7 Prozent, 81 Prozent aller exportierten mexikanischen Biere entstammen aus den Brauereien von Modelo (Quelle: Eigenangaben Grupo Modelo).1975 wurde der Dachkonzern Grupo Modelo gegründet. Die heutigen Marken sind: Corona Extra, Modelo Especial, Pacífico, Negra Modelo, Estrella, Montejo, Victoria und León (außer Corona, Modelo und Negra Modelo sind es "zugekaufte" Marken). Zu Modelo gehören mehrere Brauereien, Zulieferer (Glas, Karton, Plastikflaschen), Maschinenbauunternehmen, Transportfirmen, 492 Vertriebsbüros und Immobilien.
1994 ging Grupo Modelo an die Börse. Vorausgegangen war die Übernahme von 17 Prozent des Inhaberanteils durch den US-Konzern Anheuser-Busch. 1998 verkaufte Aramburuzabalas Enkelin und Erbin María Aramburuzabala ihren Anteil an die Nordamerikaner für über 500 Millionen Dollar, blieb aber aufgrund eigener Firmenaktivitäten Vize-Vorstandschefin. Anheuser-Busch verfügt aber über kein Stimmrecht. Präsident ist Carlos Fernández, verheiratet mit Lucrecia Aramburuzabala Larregui
Siehe auch: Bier


