Guadalupe Victoria

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Erster Staatspräsident, geb. 1786 Tamazula in Durango, gest. 20.03.1843 Perote in Veracruz.

José Miguel Ramón Adaucto Fernández y Félix, so sein bürgerlicher Name, studierte am Colegio San Ildefonso in Mexiko-Stadt. Im Zuge des mexikanischen Unabhängigkeitskrieges schloss er sich Morelos an und führte bis 1821 einen Guerillakrieg im späteren Bundesstaat Veracruz. Er verbündete sich mit seinem jahrelangen Widersacher Santa Ana sowohl mit Iturbide als auch gegen ihn (1821 und 1823). Seinen späteren Namen nahm er an, um seinen Widerstand gegen die spanische Kolonialherrschaft zu manifestieren.

Aufgrund seines Prestige als Widerstandskämpfer wurde er 1824 nach dem Sturz des Kaiserreiches zum ersten Staatspräsidenten der Republik gewählt. Unter ihm erlosch der letzte spanische Widerstand (Ausweisung der spanischen Staatsangehörigen), Mexiko errang zudem die diplomatische Anerkennung durch die ausländischen Mächte. Innenpolitisch musste Victoria einer Rebellion seines eigenen Vizes Nicolas Bravo entgegenhalten. Eine Sanierung der zerrütteten Wirtschaft gelang nicht, einen ausländischen Kredit verwendete Victoria zur Auszahlung ausstehender Gehälter in Armee und Verwaltung und Kauf neuer Waffen.

Nach dem Ausscheiden aus dem Amt (Victoria blieb bis 1872 der einzige Staatspräsident, der sein Amtszeit auch komplett ausfüllte) zog sich der Soldat auf ein Gutshaus in Veracruz zurück. 1841 heiratete er María Antonia Bretón. Victoria lebte bis zum Lebensende in bescheidenen Verhältnissen und galt bei seinem Tod als verarmt. Seine Reste ruhen im Unabhängigkeitsdenkmal in Mexiko-Stadt.

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