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Hacienda

 Hacienda bei Merida
Hacienda bei Merida
Hacienda, die spanische Übersetzung für Landgut/Farm.

Die Hacienda ist ein auf Selbstversorgung orientiertes größeres Landgut in privatem Besitz. Unter der Kolonialherrschaft Spaniens erhielten die Hacienda-Besitzer das Eigentumsrecht an der auf ihrem Land lebenden indigenen Bevölkerung. Durch dieses Eigentumsrecht wurde die indigene Bevölkerung zu Leibeigene und zur Zwangsarbeit, der sogenannten Encomienda, auf der Hacienda verpflichtet. Siehe hierzu:Kolonialzeit- Ausbeutung und Versklavung.

Das sogenannte Encomienda-System war die Basis für die riesigen Großgrundbesitzungen, die sogenannten Latifundien. Erst im 20. Jahrhundert wurde die Leibeigenschaft auf den Haciendas verboten.

Eine erhaltene Hacienda für Sisal-Agave (=Henéquen) auf Yucatán kann man zum Beispiel in Yaxcopoil (in der Nähe von Chichén Itzá und Mérida) besichtigen. Die Henéquen-Hacienda gibt mit ihrem Museum einen interessanten Einblick in vergangene Zelten.

Die meisten der einst prachtvollen Haciendas sind heute jedoch zu Ruinen verfallen. Die Haciendas, die noch zu retten waren, wurden zu luxuriösen Hotels im Kolonialstil umgebaut.

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