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Huipil

Huipil
Huipil
Eine Indígena, gekleidet mit einem Huipil
Eine Indígena, gekleidet mit einem Huipil

Der Huipil, traditioneller Umhang ( bzw. ärmellose lange Bluse) der Frauen aus vorkolumbischer Zeit.

Der Huipil besteht aus gewebter Baumwolle, der in eine rechteckigen Form geschnitten und mit traditionellen, gestickten Mustern versehen wird. Er ist der wichtigste Teil einer Tracht und wird über einen zumeist weißen Unterrock getragen. Das in Kreuzstich gestickte Muster des Umhanges zeigt an, welcher indigenen Bevölkerungsgruppe, Dorf, Religion, sozialen - sowie –Familienstand die Trägerin angehört.

Da die Frauen indigener Bevölkerungsgruppen sich aus Gründen der Armut nur eine begrenzte Anzahl von Huipiles leisten können, hält ein gut gesponnener und gewebter Huipil zwischen 20 und 30 Jahren. Danach wird er für andere Dinge, z.B. in eine Stoffdecke eingenäht, verwendet. Die Herstellung eines traditionellen Huipils, so wie ihn heute z.B. noch die Frauen der Tzotziles- und Tzeltales herstellen, nimmt oft mehrere Monate in Anspruch.