Hurrikan
Inhaltsverzeichnis |
Allgemein
- Englisch: Hurrikan
- Spanisch: Huracán
- Aus der Sprache der Hochkultur der Maya ist das Wort „ Huracán ” überliefert
Extreme Sturmtiefs, die sich vor allem in tropisch-subtropischen Breiten wie etwa in der Karibik oder im Golf von Mexiko entwickeln, bezeichnet man als Hurrikane. Grundsätzlich entstehen Hurrikane nur über warmen Ozeanen. Die für die Entstehung nötige Wassertemperatur zwischen 26 und 27 Grad C. kommt dabei vor allem in den Sommer –und Herbstmonaten vor. Typisch für Hurrikane, die Windgeschwindigkeiten bis über 200 Kilometer pro Stunde entwickeln können und deren Durchmesser mehr als 200 Kilometer beträgt, ist das „Auge des Hurrikans“. Das „Auge des Hurrikans“, dessen fast kreisrundes Zentrum zwischen 6 und 48 Kilometer umfasst, ist nahezu windstill und niederschlagsarm. Der Sturmwirbel selbst, dessen Windgeschwindigkeit vom äußeren Rand des mehr als 200 Hundert Kilometer Durchmesser umfassenden Tiefs bis zum Rand des „Auge des Hurrikans“ zunimmt, ist verantwortlich für teilweise verheerende Zerstörungen und Überflutungen. Hurrikans sind von ihrem äußeren Randbereich noch bis zu 500 Kilometer im Umkreis zu spüren.
Nach der Saffir-Simpson Hurrikan Skala werden Hurrikane in fünf Kategorien eingeteilt.
Die Saffir-Simpson Hurrikan Skala:
| Kategorie | Bezeichnung | Mittlere Windgeschwindigkeit in km/h |
| 1 | schwach | 118 - 153 |
| 2 | mäßig | 154 - 177 |
| 3 | stark | 178 - 209 |
| 4 | sehr stark | 210 - 249 |
| 5 | verwüstend | 250 und mehr |
Mehr zu Hurrikans (Entstehungsweise und Lebenszyklus /Einteilung /Entstehungsorte /Windgeschwindigkeit / Typische Merkmale /Gefahren /Steigendes Bedrohungspotential/ Namen von Hurrikanen /Nennenswerte Hurrikane und Weiterführende Informationen) siehe : Hurrikan aus der freien Enzyklopädie wikipedia.
Hurrikansaison im Jahre 2005
Die Hurrikansaison 2005 wird bislang als Rekord-Hurrikansaison bezeichnet. 2005 zogen insgesamt 31 tropische Wirbelstürme, davon 16 Tropische Stürme und 15 Hurrikans, über die Karibik und den Golf von Mexiko hinweg. Die Hurrikansaison 2005 brach damit den Rekord aus dem Jahre 1933 mit 21 Stürmen und dem Jahre 1969 mit 12 Hurrikane.
Durch die enorm hohe Anzahl tropischer Wirbelstürme im Jahre 2005 wurde zudem die zu vergebende alphabetische Hurrikan-Namensliste, die seit dem Jahre 1960 einundzwanzig festgelegte, abwechselnd männliche und weibliche Namen pro Hurrikansaison enthält, überschritten. Nachdem „Wilma“ der letzte Name auf der zu vergebenden Namensliste für 2005 war, wurden zum ersten mal seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1851 die „Wilma“ folgenden tropischen Wirbelstürme mit Buchstaben aus dem griechischen Alphabet benannt.
Mexiko: Von den insgesamt 31 tropischen Wirbelstürmen 2005 sind vier Tropische Stürme und drei Hurrikane in Mexiko auf Land getroffen. Hurrikan Wilma, einer der drei Hurrikane, erreichte dabei die höchsten Kategorie 5 der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala und gilt zur Zeit als einer der stärksten tropischen Wirbelstürme der bisher im Atlantik registriert wurde.
| Name | Datum | Wind in mph (miles per hour):
Eine mph=1,609344 km/h. | Kategorie
(Saffir-Simpson Hurrikan Skala) | Betroffene Bundesstaaten |
| Tropischer Sturm Bret | 28.-30.Juni 2005 | 35 | ---- | Veracruz und San Luis Potosi |
| Tropischer Sturm CINDY | 03.-07.Juli 2005 | 60 | ---- | Halbinsel von Yucatán |
| Hurrikan EMILY | 11.-21.Juli 2005 | 135 | --4-- | Yucatán, Küste von Campeche und Tamaulipas |
| Tropischer Sturm GERT | 23.-25. Juli 2005 | 40 | ---- | Tamaulipas |
| Tropischer Sturm JOSE | 22.-23.August 2005 | 45 | ---- | Veracruz und Oaxaca |
| Hurrikan STAN | 01-05.Oktober 2005 | 70 | --1-- | Chiapas, Hidalgo, Oaxaca, Puebla und Veracruz |
| Hurrikan WILMA | 15.-25.Oktober 2005 | 150 | --5-- | Halbinsel Yucatán |
Für eine nähere Beschreibung aller Hurrikane im Jahre 2005 siehe auch Stürme aus der freien Enzyklopädie wikipedia.
Hurrikanzeit in Mexiko
Hurrikanzeit in Mexiko ist von Mai bis November.
Während der Hurrikanzeit ist es angebracht, die Wettervorhersagen, und bei Auftreten eines Hurrikans die Warnungen von Seiten der Behörden, zu beachten. In den Touristenzonen ist man auf Hurrikans gerichtet und die meisten Hotels haben Hurrikan-Schutzräume. Die zuständigen mexikanischen Behörden sind auf Naturkatastrophen, wie zum Beispiel Hurrikans, vorbereitet . Zusammen mit nationalen und internationalen Wetterstationen findet eine ständige Überwachung der Wettersituation statt und für den Notfall existieren spezielle Evakuierungspläne
Hurrikane in Mexiko
Hurrikan Wilma: Oktober 2005
Am 21. Oktober 2005 traf Hurrikan „Wilma“, der unter der höchsten Kategorie –fünf- auf der Simpson-Hurrikan-Skala eingestuft wurde, auf den Ferienort Cancún und richtete dort gewaltige Schäden an. Siehe hierzu: Hurrikan Wilma
Hurrikan „Emily“ : Juli 2005
Am 18.Juli 2005 traf der Hurrikan „Emily“, mit rund 215 Kilometern pro Stunde (Stufe vier auf der fünfstufigen Saffir-Simpson-Skala ) ca. 130 Kilometer südlich von Cancún , in der Nähe des Badeortes Tulum,mit voller Wucht auf die Halbinsel Yucatán . Mit Windgeschwindigkeiten von 175 Kilometern pro Stunde fegte er anschließend über die Halbinsel .
Zuvor waren für 106 Städte und Gemeinden höchster Hurrikan-Alarm ausgegeben worden und Touristen mussten vorsorglich die „Isla Mujeres“ verlassen. Nach Behördenangaben brachen nach Ausrufung des Hurrikan-Alarms ca. 30.000 der rund 80.000 Touristen in der gefährdeten Region ihren Urlaub ab und wurden mit ca. 340 Flügen noch vor Schließung des Flughafens in Cancún nach Europa, Kanada und in die USA ausgeflogen.
Zehntausende von Menschen wurden aus den gefährdeten Gebieten entlang der „ Riviera Maya “ in Sicherheit gebracht. Hunderte Busse hatten Touristen und Einheimische in sichere Gebiete , zum Beispiel nach Merida ,gefahren. Etwa 20.000 weitere Touristen wurden in den gefährdeten Gebieten in Schulen und anderen Schutzräumen untergebracht. Etwa 20.000 Soldaten der mexikanischen Armee waren im Katastropheneinsatz. In den mexikanischen Bundesstaaten Yucatán , Quintana Roo und Campeche waren die Vorbereitungen zum Schutz der Bevölkerung bis zum Schluss auf Hochtouren gelaufen.
Obwohl der Hurrikan „Emily“ erheblichen Sachschaden auf der Halbinsel Yucatan anrichtete, waren jedoch durch die gut funktionierenden Evakuierungspläne nur sehr wenige Menschenleben zu beklagen.
Hurrikan „Isidore“ : September 2002
Der Hurrikan „Isidore“ bzw. „Isidoro“ traf am 22. September 2002 bei Puerto Telchac auf die Halbinsel Yucatán. Mit einer Stärke der Stufe 3 auf der Saffir-Simpson-Skala wütete Isidore mehr als 24 Stunden lang über dem Nordwesten der Yucatán-Halbinsel. In Teilen der Stadt Mérida war die Strom- und Wasserversorgung in der Folge für mehrere Tage unterbrochen, es entstanden erhebliche Sachschäden.
Hurrikan „Gilbert“ : September 1988
Der Hurrikan „Gilbert“ erreichte am 14. September 1988 mit einer Windgeschwindigkeit von 287 Kilometer pro Stunde ( Stufe fünf auf der fünfstufigen Saffir-Simpson-Skala ) die Badeorte Isla Cozumel und Cancún und richtete dort schlimme Verwüstungen an. Anschließend verursachte der Hurrikan am 17. September 1988 bei Monterrey Regenfälle von 210 mm. Dies führte zu Überschwemmungen die 200 Menschen das Leben kosteten. Hunderttausende wurden obdachlos und es entstand ein Sachschaden in mehrere Millionenhöhe.
Links
Mexico-Community