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Mitlá

Die Ruinenstätte Mitlá befindet sich ca. 45km von Oaxaca entfernt. Mitla stammt von dem aztekischen Wort Mictlán und bedeutet "Ort der Toten" .

Geschichte

Nachdem die Zapoteken von den Mixteken aus ihrer Heimat Monte Alban vertrieben wurden, wanderten die Zapoteken weiter und gründeten in der Zeit zwischen 1000 – 1500 n.Chr. ihre neue Hauptstadt Mitla. Einige Forscher sprechen sich dafür aus, das Mitla keine reine Zapotekische Stadt war sondern hier ebenfalls dem Mixtekischen Einfluss unterlag. Mitla wuchs zu einem wichtigen Kultzentrum und wurde zum Wohnsitz der oberen Schicht. Mitla war aber auch der Sitz des zapotekischen Oberpriesters, dem Bigaña, und er empfing hier in der Stadt wichtige Besucher. Zudem war Mitla ebenfalls der „Ort der Toten“, ein Friedhof. Als die Spanier später nach Mitla kamen, standen die Zapoteken erneut unter der Herrschaft der Mixteken und hatten keine eigenen Städte mehr. Heute leben noch etwa 30000 Zapoteken im Tal von Oaxaca, wo sich auch Monte Albán befindet.

Die Bauten

Fünf Gebäudekomplexe sind bisher in Mitla ausgegraben worden. Bemerkenswert sind die geometrisch, steinernen Gitterwerke und die unübertroffene Steinornamentik. Typisch für Mitla sind die mosaikartigen Muster der Wände. Es wurden ca. 100.000 Mosaiksteine für die Dekoration eines einzigen Gebäudes verwendet.

Direkt vor der Ausgrabungsstätte befindet sich eine Kirche die, wie so viele Kirchen in Mexiko, mit Steinen der Tempelanlagen gebaut wurden.

 


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mitlá vom 01.03.2006 aus der freien Informationssammlung Mexiko-Lexikon. Die Inhalte wurden diesem Mexiko-Portal zur Verfügung gestellt. Es gelten besondere Lizenzbestimmungen, da das Mexiko-Lexikon diesem Mexiko-Portal entsprungen ist und von Oliver Koch an das Hilfswerk übertragen wurde.