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Kriminalität
Die Kriminalität hat in Mexiko, insbesondere seit 1995, erheblich zugenommen: allein in Mexiko-Stadt wurden 1996 täglich über 600 kriminelle Delikte gemeldet; die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher liegen. Leider sind auch Polizeikräfte sehr häufig an Überfällen und Gewalttaten beteiligt gewesen. Vorsicht bei »freundlichen« Einladungen zu Stadtrundfahrten.

Außerdem ist Vorsicht auf dem Weg von der Metro zum Flughafen geboten. Einige Gruppen haben sich darauf spezialisiert, Touristen, die mit ihrem Gepäck an der Haltestelle der Metro am Flughafen aussteigen, zu überfallen und ihnen das Gepäck, Geld und Schecks wegzunehmen. Paß und Flugticket kann das Opfer behalten; Zeit zur Anzeige bei der Polizei verbleibt nicht mehr.

Bei Fahrten mit der Metro kommt es häufig zu Diebstählen. Geld und Wertsachen sollten daher gut und nicht sichtbar am Körper versteckt werden. Es wird darauf hingewiesen, daß Diebe auch auf den Diebstahl von verdeckt getragenen Gürteltaschen spezialisiert sind.

Zu Raubüberfällen durch bewaffnete Banden kommt es bei Überlandfahrten – vor allem auf abgelegenen Straßen im Bereich der Pazifikküste, insbesondere in den südlichen Bundesstaaten Guerrero, Oaxaca und Chiapas. Häufiges Ziel dieser Banden sind Mietwagen.

Besondere Vorsicht ist am Busbahnhof der Busse 2. Klasse in Oaxaca geboten; hier werden ständig Touristen ausgeraubt. Die bekannte Eisenbahnstrecke durch die "Barranca del Cobre" (Kupferschlucht) im Norden Mexikos wurde bereits mehrfach von bewaffneten Banden überfallen. Mittlerweile wird die Strecke jedoch besser überwacht.

Bei Reisen in das Hochland von Chiapas (auch San Cristobal de las Casas und umliegende Indianerdörfer) ist aufgrund der gestiegenen Spannungen Vorsicht geboten. Örtlich kann es zu Behinderungen durch Demonstrationen sowie verstärkte Sicherheitskontrollen kommen. Durch umfangreiche Polizei- und Militärpräsenz sind die Hauptorte, einschließlich San Cristobal de las Casas sicher. Dennoch kam es in jüngster Zeit auf der Strecke von San Cristobal de las Casas nach Palenque zu Raubüberfällen auf Busse.

Seit Ende 1997 haben Zusammenstöße zwischen der Bevölkerung und den Sicherheitskräften zugenommen. Das Hochland von Chiapas sowie die von den Auseinandersetzungen betroffenen Gebiete um Ocasingo und Chenalho sollten gemieden werden. Vor Ihrer Reise in dieses Gebiet sollten Sie sich nach der aktuellen Sicherheitslage erkundigen.

Auch kam es schon zu Raubüberfällen durch bewaffnete Gruppen, die sich als Rebellen ausgaben (ebenso im Nachbarstaat Tabasco und um Palenque).

Bei Busfahrten zwischen Palenque und San Cristobal de las Casas sowie zwischen Palenque und Mérida sollten wegen Diebstahlgefahr keine Gegenstände im Gepäcknetz verstaut werden.

In Palenque bieten zahlreiche Reiseveranstalter organisierte Touren u. a. an die guatemaltekische Grenze nach Yaxchilan und Bonampak an. Viele dieser Veranstalter (zumeist "Billiganbieter") sind offiziell nicht zugelassen und nicht versichert. Auch ist es bereits zu Überfällen auf Transportbusse dieser nicht autorisierten Veranstalter gekommen. Bitte achten Sie darauf, daß die Transportfahrzeuge ein offizielles blaues Nummernschild mit den Buchstaben "SCT" (= Secretaría de Comunicaciones y Transporte) haben oder zumindest eine schriftliche vorüber-gehende Zulassung besitzen. Der Fahrer oder Reiseführer sollte im Besitz eines offiziellen Ausweises von "SECTOUR" sein.

In der Stadt Palenque sollte man sich nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr allein bewegen, da auch hier Touristen sehr häufig ausgeraubt werden.

Im Nationalpark "Lagos de Montebello" in Chiapas sollte die abgelegene Gegend der "Cinco Lagos" unbedingt gemieden werden, da dort Touristen bereits mehrfach Opfer von bewaffneten Überfällen wurden.

In letzter Zeit ist es auch vorgekommen, daß Betrüger sich die Heimatanschrift und Telefonnummer von Touristen beschafft und die in Deutschland lebenden Angehörigen angerufen haben. Der Anrufer hat sich als Polizeibeamter aus Mexiko ausgegeben und den Angehörigen mitgeteilt, daß der Reisende einen Unfall erlitten habe, bei dem Dritte verletzt worden seien und der Reisende daher inhaftiert worden sei. Es sei deshalb die Zahlung einer Kaution erforderlich, die umgehend überwiesen werden muß. Der Reisende selbst hat von einem solchen Unfall allerdings keinerlei Ahnung.

In diesem Fall sollten sich die Angehörigen unbedingt mit der Botschaft in Verbindung setzen, damit der Sachverhalt überprüft werden kann. Auf die beschriebene Weise sind von Angehörigen schon mehrfach hohe Geldbeträge erschwindelt worden.

Weitere Hinweise:

Achten Sie bei Menschenansammlungen und auf Bahnhöfen, Bushaltestellen und Metrostationen in Mexiko-Stadt besonders gut auf Ihre Wertgegenstände und Ihr Gepäck. Auch im Flughafen und in der Metro in Mexiko-Stadt ist die Zahl der Diebstähle erheblich angestiegen.

Leisten Sie Anweisungen von Ordnungspersonal Folge und verhalten Sie sich zurückhaltend.

Sollten Sie Opfer eines Überfalls werden, leisten Sie keinerlei Gegenwehr, da die Täter sofort von ihren Waffen Gebrauch machen!

Vermeiden Sie bei Dunkelheit einsame Viertel und Fahrten mit dem Pkw. Auch sollten Reisen mit dem Bus nur am Tage durchgeführt werden.

Benutzen Sie nach Möglichkeit nur Taxis von offiziellen Taxiständen (Sitios) oder vom Hotel. Diese sind zwar teurer, aber vergleichsweise sicher. Bei Taxis, die auf freier Strecke angeheuert werden, besteht insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit die Gefahr, ausgeraubt zu werden.

Vermeiden Sie einsame Haltestellen bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Auf Fahrten als Anhalter sollten Sie unbedingt verzichten. Auch sollten Anhalter grundsätzlich nie mitgenommen werden.

Verzichten Sie auf auffälligen (auch Mode-)Schmuck und nehmen Sie Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mit.

Wichtige Dokumente (Reisepaß, Flugticket, etc.) sollten im Hotelsafe deponiert werden. Kopien dieser Dokumente können bei der Botschaft hinterlegt werden.

Parken Sie Ihr Fahrzeug nicht auf gelb markierten Flächen, da dieses abgeschleppt wird und nur nach Zahlung eines hohen Geldbetrags wieder ausgelöst werden kann. Fahrzeuge sollten nur auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden.

Fahren Sie im Pkw nur mit geschlossenen Fenstern und verriegeln Sie die Türen.

Legen Sie keine Taschen etc. sichtbar auf die Autositze, sondern verstauen Sie diese unter den Sitzen oder im Kofferraum.

Geldwechsel: Ein guter Anhaltspunkt sind die täglichen Kurse der US-Federal Reserve Bank. Als normaler Sterblicher bekommt man die natürlich nicht, aber man sieht die Tendenz.

Tageskurse des Mex. PESO

Die Möglichkeit Geld zu tauschen gibt es in speziellen Wechselstuben (casas de cambio) and fast bei allen Banken. Öffnungszeiten der Banken zwischen 9 h früh und 5 h nachmittags. Bei Wechselstuben sollte man sehr genau vorher die Kurse erfragen. Zweckmäßigerweise tauscht man Dollar gegen Peso, D-Mark werden fast nur von Wechselstuben zu einem deutlich schlechteren Kurs angenommen. Man kann auch mit den gebräuchlichen Kreditkarten an Automaten Geld ziehen.
Vorsicht an Geldautomaten: Ziehen Sie Geld möglichst nur in Begleitung und achten Sie auf auffällige Personen in Ihrer unmittelbaren Umgebung.

Geldversorgung
Es wird aus Sicherheitsgründen davon abgeraten, größere Mengen Bargeld bei sich zu führen. Da alle gängigen Kreditkarten (Eurocard, Visa, American Express u.a.) in Mexiko auf ungleich höhere Akzeptanz als in Deutschland stoßen, ist es im Einzelfall durchaus lohnenswert, sich vor Reiseantritt eine Kreditkarte zu beschaffen. Bei Verlust ist es generell möglich, innerhalb von 24 bis 48 Stunden Ersatz sowie eine Überbrückungshilfe zu erhalten. Auch Reiseschecks können problemlos eingelöst werden, in kleinen Orten allerdings nur US-Dollar Reiseschecks. Euroschecks werden nicht akzeptiert.

In finanziellen Notsituationen kann über "Western Union" von Bekannten oder Verwandten innerhalb weniger Minuten Geld aus Deutschland überwiesen werden. Partner von "Western Union" in Deutschland ist die »Reisebank AG« (Hotline in Deutschland: 0180 - 522 58 22). Von Banktransfers ist aufgrund der Unzuverlässigkeit der mexikanischen Banken dringend abzuraten.

Das Auswärtige Amt rät dringend, auf Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung zu achten. Reisehinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts.

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Landes wird im Zweifelsfall empfohlen.
Für aktuelle Informationen:
Auswärtiges Amt, Referat 040, Berlin
Tel.: (01888) 17-0
Fax: (01888) 17-3402

 

Vulkane:

Der im Bundesstaat Colima (an der Westküste Mexikos) in der Nähe der Stadt Colima gelegene Vulkan spuckt seit dem Nachmittag des 04. Februar Asche, seit dem 05.02. ist auch Lava ausgebrochen.

Als Vorsichtsmaßnahme wurden deshalb 200 Einwohner eines am Fuße des Vulkans gelegenen Dorfes namens Yerbabuena evakuiert. Menschen kamen bisher nicht zu Schaden.

Unverändert gilt:
Aufgrund des Vulkanausbruchs im Jahr 2000 (Popocatepetl, 60 km östlich von Mexiko-Stadt gelegen) erfolgt dieser aktuelle Hinweis:

Die seit 500 Jahren heftigsten Eruptionen hatten die mexikanischen Behörden dazu veranlaßt, eine Gefahrenzone einzurichten und die Evakuierung von rund 56.000 Menschen zu veranlassen. Diese Evakuierungsmaßnahmen wurden inzwischen wieder aufgehoben. Die Bevölkerung kehrte in ihre Wohnungen und Häuser zurück.

Für eine auf 12 km-Zone um den Vulkan herum besteht aber nur restriktiver Zugang, da ein erneuter Ausbruch des Vulkans nicht ausgeschlossen werden kann.

Von mexikanischer Seite wird daher nichtortsansässigen Mexikanern wie auch Touristen abgeraten, diese Zone zu bereisen.


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ex.de