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- Generell gilt, dass in Mexiko das Reisen nicht ungefährlich ist -

Unterwegs (mit) ...

- In Mexiko kommt man am schnellsten, am billigsten und am sichersten mit der Metro voran. Vor Taschendieben ist man natürlich auch dort nicht sicher.

- Minibusse, "Peseros" sind ebenfalls sehr billig, erfordern aber eine gewisse Ortskenntnis. Sie halten überall wo man will auf ihrer Strecke. Die Strecken sind vorne an der Windschutzscheibe angezeigt.

- Im Innenstadt-Bereich von Mexiko-Stadt sind Taxis in großer Anzahl vorhanden, wobei jedoch wegen der Gefahr, ausgeraubt zu werden, nur Taxis von offiziellen Taxiständen (Sitios) benutzt werden sollten. "Sitios" Funktaxis finden Sie zum Beispiel bei "TaxiMex" (5-519.7690) und "Servitaxis" (5-516.6020). Aber sie sind in der Regel doppelt so teuer wie die billigeren "VW Käfer". Faustregel für eine längere Sitio-Taxifahrt von bis zu einer Stunde: 75 Pesos (z.Zt. etwa 16 D-Mark) Auch die Hotels empfehlen vertrauenswürdige Taxiunternehmen.

- Am billigsten sind die grünen VW-Käfer, aber nach zahlreichen Überfällen von "Fahrern" von geklauten Taxis gilt allgemein das Risiko, überfallen zu werden, als größer.

... in der Stadt

Auch in dem 20-Millionen-Koloß Mexiko-Stadt ist die Orientierung nicht unmöglich. Wie in den meisten kolonialen Städten ist das Straßennetz schachbrettartig angelegt, die dadurch entstandenen Häuserblöcke heißen cuadras. Bei Adressenangaben sollte man sich immer auch nach der colonia (Stadtteil) erkundigen, zumal viele Straßennamen mehrfach vorhanden sind. Der zentrale Treffpunkt in mexikanischen Städten heißt überall zócalo. In Mexiko-Stadt z. B. wird man kaum verstanden, wenn man den offiziellen Namen benutzt und statt nach dem zócalo nach der Plaza de la Constitución (Platz der Verfassung) fragt.
Wenn Mexikaner von ihrer Hauptstadt sprechen, sagen sie übrigens nie "Mexico-City" oder Ciudad de México, wie die entsprechende spanische Bezeichnung lautet, sondern meist el D. F., was "de-effe" ausgesprochen wird und Distrio Federal (Bundesdistrikt) bedeutet.

... mit Bus und Metro

Informationen über Busfahrpläne und Preise für Routen in ganz Mexiko

Die moderne Metro ist das schnellste Verkehrsmittel in Mexiko-Stadt. U-Bahn- und Busfahren ist für unsere Verhältnisse sehr preiswert, noch billiger wird`s mit einem 2 Wochen gültigen abono, man muss dann allerdings in den Metrostationen spezielle Eingänge benutzen. Busse mit geraden Nummern verkehren in Ost-West-Richtung, die mit ungeraden Nummern in Nord-Süd-Richtung. In der U-Bahn ist das Fotografieren sehr riskant, weil verboten! Besonders in den Stoßzeiten (also eigentlich immer) muss man sich vor Taschendieben und ihren diversen Tricks und Ablenkungsmanövern in acht nehmen.
Busse sind in Mexiko auch die gebräuchlichsten Verkehrsmittel, um von Ort zu Ort zu gelangen. In den meisten Städten gibt es inzwischen zentrale Busbahnhöfe (central camionera), in der Hauptstadt sogar einen für jede Himmelsrichtung (cetral del norte etc., der Richtung Osten ist besser bekannt als la Tapo). Achtung, die Busstation del Sur liegt direkt bei der Metro-Station Taxqueña, heißt aber "Central del Sur" und nicht "Station Taxqueña", das kann (wie mir persönlich geschehen) zu peinlichen Verwechslungen führen. Zwischen den großen Städten verkehren schnelle und komfortable Überlandbusse (camiones de primera), für die man Plätze reservieren kann und sollte. Die Busse der 1. Klasse entsprechen gutem europäischen Standard. In den langsameren und meist älteren Regionalbussen der 2. und 3. Klasse werden dagegen regelmäßig mehr Karten verkauft als es Sitzplätze gibt. Wegen der großen Anzahl mitreisender Haustiere nennt man diese Busse auch zärtlich guajoloteros (von guajolote = Truthahn).
Von 2. und 3. Klasse Bussen wird aus Sicherheitsgründen abgeraten, doch es ist die schönste Art, Land und Leute kennen zu lernen.
Auf alle Fälle sind Reisen mit dem Bus den Reisen mit der mexikanischen Eisenbahn vorzuziehen. Letztere ist sehr langsam, unpünktlich, unzuverlässig und nicht ganz ungefährlich.

... mit dem Zug

Die wenigen Eisenbahnen Mexikos sind noch billiger, aber auch deutlich langsamer als die Busse. Stundenlange Verspätungen müssen einkalkuliert werden.

Der Expreso Maya (Zugfahrt Mérida-Campeche-Palenque) bietet die Möglichkeit, eine wunderschöne
5-tägige Reise zu machen.
Informationen: http://www.expresomaya.com , E-mail: emaya@rrmail.com

Die Firma "Touristik-Consulting O. Bock von Gersum" bietet Informationen und Reservierungen für die Zugfahrt durch die Kupferschluchten Mexikos (Barrancas del Cobre). Kontakt: E-mail: BvG@NativeTrails.com, Tel.: 06035-920054 , Fax: 06035-920053

... mit dem Taxi

Taxifahren ist für unsere Verhältnisse sehr preiswert. Es gibt verschieden Arten von Taxis. Am zahlreichsten und billigsten sind die gelben Straßentaxis, die überall heran gewunken werden können. Entweder sollte man im voraus einen Preis aushandeln oder sich vergewissern, dass das Taxameter angeschaltet wird und auf null gesetzt wird (was normalerweise günstiger ist). Etwas teuerer kommen die orangefarbenen Wagen, die an festen sitios (Taxistände) stationiert sind. Am meisten schließlich verlanden die (manchmal etwas Englisch sprechenden) Fahrer der Touristentaxis, die von den Luxushotels aus verkehren.
Darüber hinaus gibt es die sogenannten peseros, das sind hellgrüne oder weiße Kleinbusse, die auf festgelegten Routen (aber ohne feste Haltestellen) pendeln. Der Fahrpreis richtet sich nach einem Zonensystem und ist etwas höher als in den Stadtbussen. Wenn keine Klingel vorhanden ist, gibt man dem Fahrer durch ein lautes ¡Bajan! zu verstehen, dass man aussteigen möchte.

... mit dem Flugzeug

In dem Riesenland Mexiko kann ab und zu auch ein Flug in Betracht kommen. Das Flugverkehrsnetz in Mexiko ist außerordentlich gut ausgebaut. Es gibt einige nationale Fluglinien, die das gesamte Land bedienen (Mexicana, Aeroméxico, Taesa). Darüber hinaus existieren zahlreiche regional operierende Fluggesellschaften. Preise für Flugtickets haben mittlerweile europäisches Niveau erreicht.
Bei wenig Zeit in Mexiko oder zur Überbrückung der großen Distanzen ohne den Streß tagelangen Busfahrens ist der Kauf eines Mexi-Airpasses sehr empfehlenswert. Dies ist aber nur möglich in Verbindung mit einem internationalen Flugschein nach Mexiko und auch nur vor der Einreise nach Mexiko! Das mexikanische Streckennetz der Mexicana/Aerocaribe und Aeroméxico ist dabei in 5 verschieden große Zonen aufgeteilt, in denen die Preise gestaffelt sind. Ein Info-Blatt mit den aktuellen Preisen und der Zonen- bzw. Städteübersicht bekommt man in
Deutschland: Mexicana Airlines, Dreieich, Tel.: 06103-987931
Schweiz: Mexicana Call Center, Zürich, Tel.: 01-2212152
Österreich: Mexicana Call Center, Wien, Tel.: 01-5818925
Aktuelle Angaben über den "Mexipass" von MEXICANA AIRLINES erhalten Sie bei:
Mexicana Airlines: Tel.: 06105 / 20 60 80, Fax: 06105 / 20 60 88, E-mail: resmx@mexicana.de

Der neue "Mexi-Plan" (gültig vom 1. Mai 2001 bis 30. April 2002) von AEROMEXICO ist schon da!
E-mail: aeromexico@discover-fra.com , internet: http://www.aeromexico.com

Neues über die "Visit Mexico Fare" der AERO CALIFORNIA erfahren Sie bei:
info@aerocalifornia.de, Tel.: 0611-7 14 68 34, Fax: 0611-7 14 68 35.

... mit dem Auto

Um Mexiko per Auto zu erkunden, gibt es drei Möglichkeiten: Man kann das eigene Fahrzeug verschiffen (aufwendig und teuer), sich in Mexiko eine Auto mieten (ebenfalls teuer) oder sich dort einen Wagen kaufen und vor der Rückreise wieder verkaufen, was wahrscheinlich gerade für einen längeren Aufenthalt die klügste Variante ist. Mietwagen bekommt man in allen größeren Städten, sofern man 25 Jahre alt ist und eine Kreditkarte besitzt. Ein internationaler Führerschein ist empfehlenswert, ebenso eine Haftpflichtversicherung (beides keine Vorschrift).
Die Kosten für Mietwagen liegen über deutschem Niveau. Bei Überlandfahrten im eigenen Pkw kann es besonders während der Regenzeit von April bis Oktober wegen der schlechten Straßenverhältnisse zu Behinderungen kommen. Von Nachtfahrten (auch mit Bussen) wird wegen der erhöhten Unfall- und Überfallgefahr im ganzen Land dringend abgeraten. Auch zu Fahrten mit Wohnmobil/Campingwagen kann wegen der ungenügenden Zahl von bewachten Campingplätzen nicht geraten werden.

Einige Tipps zum Fahren selbst:

  • Vor allem die Nebenstraßen sind oft in schlechtem Zustand und können durch Tiere oder ungesicherte Hindernisse blockiert sein. Darum besser nicht nachts fahren!
  • Besonders vor Ortseinfahrten finden sich zwecks Geschwindigkeitsreduzierung brutale Bodenschwellen (topes), die oft nicht deutlich sichtbar und auf jeden Fall Ernstzunehmen sind.
  • Immer etwas Werkzeug und die wichtigsten Ersatzteile dabeihaben.
  • Ab und zu passiert man Kontrollstellen, an denen das Fahrzeug durchsucht wird (besonders nach Drogen). Dieser Service ist kostenlos, auch wenn die Herren manchmal etwas anderes behaupten ;-)
  • LKWs, die auf freier Strecke links blinken, deuten damit an, dass sie überholt werden können. Rechts blinken dagegen bedeutet "nicht überholen" - also genau umgekehrt wie wir es gewohnt sind.
  • Falschparker müssen oft feststellen, dass ihnen die Nummernschilder abgeschraubt worden sind. Um den Gang zur Polizei kommt man dann nicht herum.
  • Besonders Ausländern werden gerne irgendwelche Verstöße angedichtet, die sich aber meist mit einer mordida aus der Welt schaffen lassen. Dies gilt auch für tatsächliche Vergehen!
  • Einen Unfall sollte man möglichst ohne "Hilfe" der Polizei regeln. Die Gefahr, bis zur Klärung des Sachverhalts im Gefängnis zu landen, ist groß (selbst wenn man unschuldig und verunsichert ist).
  • Übrigens: Der VW Käfer, der ja auch in Mexiko hergestellt wird, wird von den Mexikanern meist bocho oder pelguita (Flöhchen) genannt.

Tanken:
Im Erdölförderland Mexiko ist Benzin für unsere Verhältnisse billig, wobei der Preis bei knapp 50 US-Cent liegt (06.01). Es gibt nur eine Marke (PEMEX) und Einheitspreise, seitdem die Erdölindustrie 1938 von Lázaro Cárdenas verstaatlicht wurde. An den Hauptverkehrsstraßen gibt es genug Tankstellen. Lediglich unverbleites Benzin und solches mit hoher Oktanzahl ist manchmal schwer zu bekommen.


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ex.de