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Deutschland
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Deutschland ist zweitgrößter Handelspartner (nach den USA) sowie Partner Nr. 1 innerhalb der EU. Die wichtigsten deutschen Exportgüter sind Maschinen und Anlagen, Kraftfahrzeuge, elektronische Erzeugnisse und Metallwaren; im Gegenzug importiert Deutschland Kraftfahrzeuge, elektronische Erzeugnisse, Baumaschinen und chemische Vorprodukte. 1999 betrugen die deutschen Exporte ca. 5 Mrd. US-Dollar, die Importe 2,3 Mrd. US-$. Die deutschen Direktinvestitionen liegen nach einer Erhebung der Botschaft bei über 6 Mrd. US-$, d.h. auf dem zweiten Platz nach den USA. Im Mexiko sind ca. 840 Unternehmen (Stand 2002) mit deutscher Kapitalbeteiligung ansässig. Belebend auf die deutsche Investitionstätigkeit v.a. mittelständischer Firmen wirkt sich das am 25.08.1998 unterschriebene bilaterale Investitionsschutzabkommen, das geplante Deutsche Industrie- und Handelszentrum in Mexiko-Stadt, dessen Grundstein 1999 gelegt wurde, und vor allem die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit der EU aus. Mit rund 300.000 Touristen stellt Deutschland das drittgrößte Besucherkontingent in Mexiko. Im Rahmen der deutsch-mexikanischen Entwicklungszusammenarbeit hat das BMZ seit 1962 über 377 Mio. DM zu Verfügung gestellt. Die staatliche Technische Zusammenarbeit, die etwa die Hälfte dieser Mittel nutzt, konzentriert sich inzwischen ausschließlich auf den städtisch-industriellen Umweltschutz im Raum Mexiko-Stadt. Deutsche Auslandshandelskammer in Mexiko Die
Mexikanische Botschaft zu den Aspekten der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen Am 1. Juli 2000 trat das zwischen der Europäischen Union und Mexiko am 23. März 2000 in Lissabon unterzeichnete Freihandelsabkommen in Kraft. Es ist das umfassendste, das die Europäische Union mit einem nicht-europäischen Land abgeschlossen hat. Gleichzeitig ist es das erste Abkommen dieser Art zwischen Europa und Lateinamerika. Die deutsche Wirtschaft hat diesen Vertragsabschluß äußerst positiv und mit großem Interesse aufgenommen. Die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens stellt den Beginn einer neuen strategischen Partnerschaft dar, die auch zu einer Vertiefung des Dialogs auf politischer und institutioneller Ebene sowie in verschiedenen Bereichen der Zusammenarbeit führen wird. Mexiko, das nun über Freihandelsabkommen mit den beiden wichtigsten Märkten der Welt, dem amerikanischen und dem europäischen, verfügt, nimmt eine als privilegiert zu bezeichnende Position ein. Hinzu kommt die geostrategisch bedeutsame Lage des Landes als Brücke zu den Vereinigten Staaten und Lateinamerika und nicht zuletzt auch zu den Staaten auf der anderen Seite des Atlantik und des Pazifik. Das Freihandelsabkommen ermöglicht eine allmähliche gegenseitige Öffnung der Märkte für mexikanische und europäische Produkte. Es ist für beide Seiten das bisher ehrgeizigste Projekt einer Abschaffung von Zollschranken. Bereits unmittelbar nach Inkrafttreten des Abkommens werden 82% der mexikanischen und 48 % der europäischen Produkte zollfrei in das jeweils andere Land exportiert werden können. Das aufgrund seiner Bodenschätze und seines Binnenmarktes riesige wirtschaftliche Potential, ließen Mexiko für Europa, in dem Deutschland wirtschaftlich eine herausragende Stellung hat, zu einem gefragten und attraktiven Partner werden. Deutschland ist Mexikos wichtigster europäischer Handelspartner. In den letzten 30 Jahren stieg das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern von 229,9 Millonen (1970) auf 5,997 Milliarden Dollar im Jahr 1999. Auch dieses Jahr ist die Tendenz weiterhin ansteigend. Die mexikanischen Exporte nach Deutschland stiegen um 37,4% auf 1,484 Milliarden Dollar, die Einfuhren aus Deutschland stiegen um 13,0 % auf 4,513 Milliarden Dollar. Mexiko ist seit 1998 nach Brasilien der zweitgrößte lateinamerikanische Handelspartner Deutschlands. Nachdem Deutschland als Zielland mexikanischer Exporte 1997 noch auf dem siebten Platz lag und 1998 bereits den dritten Platz nach den USA und Kanada einnahm, ist es 1999 auf den zweiten Platz vorgerückt. In Mexiko haben sich bereits 500 mit deutschem Kapital arbeitende Firmen niedergelassen. Sie sind insbesondere in den Bereichen Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik und Chemie tätig. Diese Unternehmen haben wesentlichen Anteil am BIP Mexikos und spielen in Industrie und Außenhandel eine strategisch wichtige Rolle. Nach Informationen des mexikanischen Ministeriums für Handel und Industrieförderung lag Deutschland als Auslandsinvestor in Mexiko in den Jahren 1997 und 1998 (mit einem Gesamtvolumen von etwa 2,5 Milliarden Dollar) hinter den Vereinigten Staaten und Spanien auf dem dritten Platz. Man kann davon ausgehen,
daß der am 25. August 1998 in Mexiko-Stadt zwischen Deutschland
und Mexiko unterzeichnete Vertrag über die Förderung und den
gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen und der Bau eines Industrie- und
Handelszentrums, des sog. Deutschen Hauses des ersten in Lateinamerika
bei deutschen Klein- und Mittelständlern zur Vertrauensbildung
beitragen wird. Für den weiteren Verlauf dieses Jahres sind Reisen von Unternehmerdelegationen aus dem Saarland, aus Bayern und Hamburg vorgesehen. Umgekehrt werden in Deutschland Besucher aus den Bundesstaaten Querétaro, San Luis Potosí, Jalisco und Mexiko erwartet. Mexiko
offen auch für die saarländische Wirtschaft Die neue Regierung Mexikos unter Vicente Tox wolle die wirtschaftliche Unabhängigkeit von den USA vermindern und den Handel mit der europäischen Wirtschaft ausweiten. Das kürzlich in Kraft getretene Freihandelsabkommen mit Europa biete hierzu eine vorzügliche Grundlage. Eine Expertengruppe untersuche derzeit, in welchen Wirtschaftsbereichen eine Ausweitung des Handels mit Europa besonders aussichtsreich sei. Dies sagte die Botschafterin Mexikos in Berlin, Frau Patricia Espinosa, in einem Gespräch mit Vertretern der saarländischen Wirtschaft in der IHK Saarland. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen saarländischen Unternehmen Mitte Oktober 2001 im Rahmen eines Wirtschaftstages Mexiko vorgestellt werden. Es bestünden gute Chancen, so die übereinstimmende Meinung der Gesprächsteilnehmer, das bisherige Handelsvolumen zwischen Mexiko und dem Saarland von derzeit rund 65 Millionen DM auf einen dreistelligen Millionenbetrag zu steigern.
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