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Wirtschaft
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Das am 1.1.1994 in Kraft getretene Freihandelsabkommen mit USA und Kanada wird die Investitionen in den nächsten Jahren stark beleben. Weiteres ist ein verstärkter Trend zur Strukturanpassung und Exportorientierung der Nicht- Öl- Produktion festzustellen. Mexiko gehört zu den industriell fortgeschrittensten Ländern Lateinamerikas, hatte aber in der Vergangenheit durch hohe Auslandsschulden, eine aufgeblähte Bürokratie und Ineffizienz erhebliche wirtschaftliche Probleme. Diese äußerten sich duch hohe Inflations- und Arbeitslosigkeitsraten, Zahlungskrisen, Handelsdefizite und Kapitalflucht. Zwischen städtischen-industriellen Zentren und ländlichen Regionen besteht ein starkes Gefälle und damit soziale Unausgeglichenheit. Weit über die Hälfte aller Aus- und Einfuhren wird über die USA abgewickelt, 10 - 20 % mit den Ländern der EG. Mexiko zählt überhaupt zu den wichtigsten Volkswirtschaften Lateinamerikas und ist mit Abstand die bedeutendste Exportnation dieser Region. Das Land verfügt nicht nur über ausgedehnte Erdöl- und Erdgasvorkommen, sondern auch über umfangreiche andere Bodenschätze. Die mexikanische Wirtschaft hat sich in den Jahren nach der "Tequila-Krise" 1994 deutlich positiv entwickelt. Dank entschlossenen Gegensteuerns mit einer konsequenten Liberalisierungs- und Stabilitätspolitik kehrte die mexikanische Volkswirtschaft bereits 1996 auf ihren Wachstumskurs zurück. Der positive Trend setzte sich in den Jahren 1997 - 2000 fort, mit einem BIP-Wachstum von 7 %, 4,8 %, 3,7 % und 6,7% Motor des Aufschwungs, begünstigt durch das Nordamerikanische Freihandelsabkommen, war vor allem die mexikanische Exportwirtschaft, inzwischen auf Platz 8 der Weltrangliste. Durch das zum 1.7.2000 in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mexiko wird eine weitere Steigerung des Handels erwartet. 2000 stiegen die Exporte dank der positiven Ölpreisentwicklung aber auch aufgrund der starken verarbeitenden Industrie um 21,4 % gegenüber 16,4 % im Vorjahr. Dem stand ein Importwachstum von 22,1 % (Vorjahr 13,3 %) gegenüber, was sich in einem Handelsbilanzdefizit (ersten zehn Monate d.J.) von etwa 5,3 Mrd. US-Dollar (42 % über dem Niveau des Vorjahres) niederschlug.
Problematisch bleiben die hochgradig unausgewogene Einkommensverteilung mit hoher Armutsrate von über 50 %, das noch zu sanierendes Bankensystem sowie die hohe Verschuldung der privaten Haushalte und Unternehmen. Die Privatisierungspolitik wird fortgesetzt. Anfang 1997 wurde der Telekommunikationsmarkt dem privaten Sektor geöffnet. Die Privatisierung der Eisenbahn, der See- und Flughäfen ist weitgehend abgeschlossen. Der neue Flughafen von Mexiko-Stadt dürfte 2001 in die Planung kommen. Auch im Energiesektor ist eine breitere Öffnung vorgesehen. |